Weinkonsum trotzt der Krise
Der österreichische Weinbau behauptet sich auch in der derzeitigen Krise. Der Weinexport konnte 2008 zulegen auf über 113 Millionen Euro, was einem Plus von 8,5% gegen über dem Vorjahr und somit ein Rekordergebnis bedeutet. Das Weinjahr 2008 an sich war kein leichtes für die Österreichischen Winzer. Die Ernte selbst war 2008 aufgrund der Witterungsverhältnisse (Lese dauerte teils bis zu 2 Monate) sehr arbeitsintensiv. Die Erntemenge wird für 2008 über dem langjährigen Schnitt liegen und dürfte zwischen 2,8 und 3 Millionen hl erreichen.
Die wichtigsten Wein-Exportländer sind Deutschland – 57%, Schweiz – 12% und die USA – 7%.

Auch in Österreich konnten die Marktanteile des österreichischen Weins zulegen. Speziell im Ab-Hof-Verkauf und im Lebensmittelhandel konnten Zuwächse verzeichnet werden. Hier wurde auch festgestellt, dass die Konsumenten mehr zu hochwertigeren und teureren Weinen greifen.

Der Trend zum Weißwein setzt sich weiterhin fort, wobei der Absatz von Rotwein eher konstant bleibt. Im Schnitt trinkt jeder Österreicher ca. 30 Liter Wein pro Jahr aus Österreich.
(Grafiken: ÖWM – www.weinausoesterreich.at)
Verkostung Weißwein – Weingut Gross – Junker 2008
Hersteller:
Weingut Gross – www.gross.at
Anbaugebiet: Österreich, Südsteiermark
Alkohol in Vol.: 11,5 %
Geschmack: trocken
Rebsorte(n): Junker (Cuvée)
Jahrgang: 2008
Füllmenge: 0,75 l
Verschluss: Drehverschluss
Preis: 6,20 Euro
Verkost-Zeitpunkt: November 2008
Verkost-Notiz:
Der diesjährige Junker vom Weingut Gross ist ein Cuvée aus Rivaner, Weissburgunder und Sauvignon Blanc.
Typische, grün-gelbe, jugendliche Farbe. Wunderbare, sehr duftige Fruchtaromen. Feines Prickeln auf der Zunge. Sehr trinkfreudig.
2007 – Das Weinjahr in Österreich
2007 begann mit einem Winter, der kein richtiger Winter war. Wenige Niederschläge und höhere Temperaturen, als man es sonst von einem Winter gewöhnt ist, wodurch die Weinreben sehr früh austrieben. Im Frühling war wieder alles typisch, d.h. die Niederschläge wechselten sich mit der Sonne ab, was jedoch zu einer sehr frühen Blüte führte, wie zum Beispiel im Hitzejahr 2003.
Der Juli war dann sehr heiß. Anfang August schlug dann das Wetter um und es wurde regnerisch und kühl. Auch Anfang September schüttete es tagelang vom Himmel. Der restliche Herbst war dann so lala, wobei es auch einige sehr schöne Tage im Oktober gab.

Es gab 2007 sehr regionale Unterschiede in Österreich. Burgenland war im Vorteil und konnte bereits einen Großteil der Ernte vor dem Regen in den Keller bringen, während die Lese in der Wachau bis in den November hinein dauerte.
Die Steiermark hatte nicht ganz so viel Regen und es herrschten teilweise sehr kühle Temperaturen, wodurch die Fäulnisgefahr um einiges reduziert war. Speziell in der Steiermark ist der Jahrgang 2007 qualitativ sehr hoch einzustufen.


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