ROTWEIN – WEISSWEIN – Der WeinBlog für Geniesser

Frühwein

Sturm hat wieder Saison!

Die Weinlese 2017 ist bereits angelaufen. Die Lese startete heuer um rund 2 Wochen früher als normal. Speziell im Burgenland im Seewinkel werden die ersten frühreifen Sorten geerntet. Ausschlaggebend für die frühe Weinlese sind die diversen Hitzeperioden dieses Jahres. Dazwischen hat es immer wieder geregnet und daher dürfte die Ernte gut aussehen.

Die Trauben, die nun gelesen werden, werden für die Erstellung von Traubensaft und Sturm verwendet. Hierzu verwendet man die früh reifenden Rebsorten, wie zum Beispiel Bouvier, Müller-Thurgau, Frühroter Veltliner oder Oliver Irsay. Im nächsten Schritt folgt dann die Ernte für den Jungwein.

 

Der erste Wein-Vorbote ist der Sturm.

Ein lebendiges Weingetränk aus den frühreifen Rebsorten gekeltert. Prickelt leicht und schmeckt mehr oder weniger süß – je nach Fortschritt des Gärungsprozesses. Wo Sturm draufsteht, ist auch Sturm und somit ausschließlich Trauben aus Österreich drin. So ist dies gesetzlich geregelt.

Was ist Sturm?

Sturm ist teilweise gegorener Traubenmost, der sich in Gärung befindet. Zur Regulierung, beziehungsweise Verzögerung der Gärung, ist nur Kühlung erlaubt. Pasteurisierung oder chemische Konservierung sind verboten. Somit ist Sturm ein lebendiges und jahreszeitlich bedingtes Produkt, das ab sofort Saison hat.

Sturm sollte in stehenden Flaschen aufbewahrt werden, die nicht fest verschlossen sind, sonst könnte der durch die Gärung entstehende CO2-Druck zum Bersten der Flasche führen. Und der Sturm gehört unbedingt in den Kühlschrank!

 

 

 

 

Sturmwarnung!

Die Weinlese hat heuer bereits Mitte August begonnen, da es im Vergleich zu den letzten Jahren mehr Sonnenstunden gegeben hat. Und so wurden die ersten Trauben bereits geerntet und können bereits als Sturm gekauft werden.

Beim Sturm dürfen nur österreichische Trauben verarbeitet werden und der Sturm darf nur zwischen August und Dezember verkauft werden.

Was ist ein Sturm?

Laut dem österreichischen Weingesetz bezeichnet man einen teilweise vergorenen Traubenmost als Sturm.
Der Sturm ist jedes Jahr wieder ein besonderes Getränk.
Fruchtig, feine Säure, süß.
So präsentiert sich der Sturm. Egal ob weißer Sturm, roter Sturm oder Schilchersturm.

 

Liebe Sturmliebhaber, bitte beachten:

Das Glas mit dem Sturm in der linken Hand halten und man sagt dazu Mahlzeit und nicht Prost. Somit nichts mehr schief gehen und passend zum heutigen Wetter kann es losstürmen. Mahlzeit!

 

 

Sturm – ein köstliches Herbstgetränk

Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich denke, er ist heuer schon etwas länger bei uns.

Der Herbst.

Normalerweise startet der Herbst dann, wenn die Blätter leise und sanft von den Bäumen schweben. Aber heuer wollte der Sommer nicht so richtig in Fahrt kommen und der Herbst ist schon im August gestartet…. Aber es gibt eine gute Sache und daran erkennen wir Weinliebhaber erst wirklich, dass der Herbst kommt.

Sturm.

Ja, einerseits am Wind, der rund ums Haus fegt, aber vor allem wegen dem leckeren Getränk im Glas. Der Sturm wird auch noch gerne genannt als:

  • Sauser
  • Bremser
  • Federweißer
  • Federroter

Sturm darf er nur dann genannt werden, wenn die Trauben in Österreich geerntet und auch verarbeitet werden.

Wein reift

Die Früchte im Weingarten reifen und erhalten nun langsam die gewünschten Zuckergrade und die Fruchtreife. Schön langsam startet nun die Erntezeit. Die ersten frühreifen Sorten werden teils schon gelesen und das saisonale Getränk, der Sturm, wird wieder angeboten. Für die Erzeugung von Sturm werden frühreife Sorten wie Bouvier, Sylvaner, Müller-Thurgau und Blauer Wildbacher (Schilcher) gerne verwendet. Und so bekommen wir die ersten in Gärung befindlichen Traubensäfte.

Der Geschmack ist süßlich und es prickelt angenehm am Gaumen. Der Sturm passt hervorragend zur Jause oder man ist dazu eine weitere Köstlichkeit, die es ab Herbst gibt: die gerösteten Maroni.

Ein Tipp noch zur Lagerung vom Sturm: unbedingt im Kühlschrank lagern und nicht verschließen. Das bei der Gärung entstehende Kohlendioxid braucht Freiraum zum Ausweichen.

 

(Bild: eigenes Foto)

 

 

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