ROTWEIN – WEISSWEIN – Der WeinBlog für Geniesser

Allgemein

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Weingut Mirabeau – Online-Verkostung

In der Corona-Zeit sieht eine Weinverkostung etwas anders aus. Trotzdem freut man sich, wenn man hervorragende Weine verkosten darf.
Via Videokonferenz konnte ich an einer interessanten Online-Weinverkostung vom Weingut Mirabeau beiwohnen. Zuvor wurde ein Weinpaket geliefert und dann ging es los. Ein Rosé nach dem anderen. Es führte uns Jeany Cronk vom Weingut Mirabeau durch die Weinverkostung. Und man sieht ganz klar. Rosé ist beliebt. Roséweine boomen. Egal ob bei Frauen oder Männern.

Die Familie Cronk – Stephen und Jeany –  hat sich einen Traum erfüllt und ist beim Weinbau gelandet. 2009 sind sie von London in die Provance übersiedelt und haben das Weingut Mirabeau gegründet und aufgebaut. Gelandet sind sie in der Nähe vom historischen Städtchen La Garde-Freinet, am Golf von Saint-Tropez; rund eine Stunde von Nizza bzw. Marseille entfernt.

Weingut Mirabeau

Am Anfang hat das Weingut Mirabeau mit Partner-Winzern zusammengearbeitet, bis sie ihre eigenen Weingärten gekauft haben.
Das Weingut Mirabeau bewirtschaftet heute rund 20 Hektar Weingärten und stellt derzeit auf biologische Bewirtschaftung um.
Und diese Umstellung ist auch eine Auswirkung vom Klimawandel, der sich massiv auf die Trauben auswirkt. Letztes Jahr wurden 70 % durch einen späten Frost vernichtet. Auch dieses Jahr (2021) hat der Frost wieder zugeschlagen und enorme Schäden angerichtet. Dies ist eine Folge vom Klimawandel. Zusätzlich sind auch die Trockenheit und Hitzewellen ein Problem. Eine entsprechende Bewirtschaftung im Weingarten ist dann positiv.

 

Die Philosophie von Maison Mirabeau

Rosé ist der Ausdruck von Lebensfreude und wir kreieren mit Passion die schönsten Weine für diese Momente.

 

Die folgenden vier Weine vom Weingut Mirabeau – https://www.maisonmirabeau.com/de/ – wurden gemeinsam mit Jeany verkostet.

Mirabeau en Provence X Rosé 2020

Rebsorten: 50% Grenache, 35% Syrah, 15% Cinsault
Alkohol: 12,5 %
Jahrgang: 2020
Verkostungsnotizen: helles, zartes Rosenquartz;  frisch; Litchi, Wassermelone;
Am Gaumen Kirsche, etwas Steinfruchtnoten. Zitrusfrüchte; sehr leicht; milde Säure;
Idealer Rosé für einen Genuss auf der Terrasse!
Preis: 11,90 Euro

 

Mirabeau Classic Côtes de Provence Rosé 2020

Rebsorten: 60 % Grenache, 25 % Syrah, 15 % Cinsault
Mit diesem Cuvée “Classic” wurde im Jahr 2010 gestartet. Dieser Rosé wurde auch von Jancis Robinson stets gut bewertet.
Alkohol: 12,5 %
Jahrgang: 2020
Verkostungsnotizen: Kristallklar. Klassisch nach Sommerfrüchte; Frische; Pfirsich, Erdbeeren; etw. Birne. Harmonische Nase. Fruchtig.
Am Gaumen Himbeeren, Kirsche. Ausbalanciert. Harmonische Säure.
Der Bestseller vom Weingut Mirabeau.
Preis: 12,50 Euro.

 

Weingut Mirabeau

 

Mirabeau Pure Côtes de Provence Rosé 2020

Rebsorten: 60 % Grenache, 40 % Syrah
Alkohol: 12,5 %
Jahrgang: 2020
Verkostungsnotizen: Farbe glänzend Rosé mit silbrigen Schimmer.
Dezente Johannisbeeren. Kirschen. Himbeeren. Waldfrüchte. Zitrusfrüchte.
Preis: 14,90 Euro

 

Mirabeau Etoile Côtes de Provence Rosé 2020

Der kleine Stern vom Weingut Mirabeau. Ein Top-Rosé!
Rebsorten: 90% Grenache, 10% Cinsault
Alkohol: 12,5 %
Jahrgang: 2020
Verkostnotizen: Ausdrucksvoller Rosé.
Grapefruit, Orangen, Birne. Mineralische Strukturen, zurückhaltende Zitrusnoten, Pfirsich.
Dieser Wein braucht etwas Zeit. Hervorragend. Sehr harmonisch.
Preis: 16,90 Euro

 

 

Österreichs beliebteste Nachwuchswinzer 2021

Falstaff hat in den letzten Wochen den beliebtesten Nachwuchswinzer gesucht und nun gefunden.

Wahlberechtigt waren Winzer und Winzerinnen aus Niederösterreich, dem Burgenland und aus der Steiermark und mussten unter 30 Jahre jung sein. Es wurden über 65000 Stimmen abgegeben.

Nachwuchswinzer 2021 Steiermark

Der beliebteste Nachwuchswinzer in der Steiermark heißt Stefan Silberschneider aus Eichberg-Trautenburg. Gefolgt von Michael Gutjahr aus Kitzeck und Katrin Strohmaier aus Pölfing-Brunn. Stefan Silberschneider hat die Weinbauschule Silberberg besucht und Erfahrungen am Weingut Pilch und Weingut Kollerhof-Lieleg gesammelt.

 

Nachwuchswinzer 2021 Burgenland

Im Burgenland heißt der beliebteste Nachwuchswinzer Alexander Egermann. Er kommt auch Illmitz und hat in den letzten Jahren den Betrieb von seinen Eltern übernommen und bewirtschaftet rund 20 Hektar. Am 2. Platz landeten Anna und Lisa Reichardt aus Donnerskirchen, gefolgt von Lisa Kölly-Pfneisl aus Deutschkreutz.

 

Nachwuchswinzer 2021 Niederösterreich

Eng war die Entscheidung in Niederösterreich. Hier gewann Matthias Reckendorfer aus Ollersdorf im östlichen Weinviertel. Knapp vor Birgit Aigner aus Krems und Hannes Schweighofer vom Schwoga-Weingut in Zistersdorf.

 

 

Weltmeister aus der Steiermark 2021

Die Winzer aus der Steiermark sind quasi Seriensieger beim Concours Mondial du Sauvignon. Jedes Jahr trägt sich ein Steirischer Winzer in die Siegerliste des Concours Mondial du Sauvignon ein.

1.200 Weine wurden zum diesjährigen Concours Mondial du Sauvignon eingereicht. Neben den Silber- und Goldmedaillen vergab der Wettbewerb Trophäen an Weine, die in ihrer Kategorie am höchsten bewertet wurden. Die Steirer holten sich neben zwei dieser Trophäen noch 20 Gold- und 28 Silbermedaillen.

In der Kategorie Tonnellerie Sylvain Trophy (Oaked Sauvignon Revelation) erzielte Weingut Riegelnegg-Olwitschhof aus der Südsteiermark mit seinem Sauvignon Blanc Ried Sernauberg Exzellenz 2018, Südsteiermark DAC, die Trophäe als bester Barrique ausgebauter Sauvignon.

In der Kategorie Austria Revelation erzielte das Weingut Peter Skoff – Domäne Kranachberg, ebenfalls aus der Südsteiermark, mit seinem Sauvignon Blanc Ried Kranachberg 2018, Südsteiermark DAC, die Trophäe als bester Sauvignon Österreichs.

Somit das sechste Jahr hintereinander holten sich die Winzer aus der Südsteiermark jedes Jahr einen Weltmeistertitel beim Concours Mondial du Sauvignon.

  • 2016: Weingut Muster Gamlitz
  • 2017: Weingut Skoff Walter
  • 2018: Weingut Kodolitsch und Weingut Zweytick Ewald
  • 2019: Weingut Dreisiebner Stammhaus
  • 2020: Weingut Kratzer
  • und 2021: Weingut Peter Skoff und Weingut Riegelnegg-Olwitschhof

 

Herzliche Gratulation an die beiden Weltmeister – Weingüter aus der Südsteiermark!

 

 

Weinexport – Rekord 2020

Entgegen allen Erwartungen konnten Österreich den Weinexport 2020 erneut zulegen!

Die Menge stieg auf 67,4 Mio. Liter (+6,3 %), der Umsatz auf den neuen Höchstwert von 187,3 Mio. Euro (+2,4 %). Neben dem Hauptexportmarkt Deutschland zeigten auch die weiteren Kernmärkte Schweiz und Niederlande nach oben. Während die USA und Asien rückläufig waren, verzeichneten die Monopolmärkte Skandinavien und Kanada besonders hohe Zuwächse.

Die stärkere Steigerung der Exportmenge im Vergleich zum Wert deutet darauf hin, dass aufgrund der Pandemie-Restriktionen weniger österreichischer Wein in der internationalen Gastronomie abgesetzt wurde, dafür mehr über Online- und Offline-Handelskanäle wie etwa Lebensmitteleinzelhandel und Weinfachhandel.

Weinexport

 

Top 10 Wein-Exportländer nach Umsatz

  • Deutschland: 46,27 %
  • Schweiz u. Lichtenstein: 11,43 %
  • Niederlande: 8,22 %
  • USA: 8,20 %
  • Schweden: 4,65 %
  • Norwegen: 3,46 %
  • Großbritannien: 2,58 %
  • Kanada: 2,36 %
  • Dänemark: 1,77 %
  • Tschechische Republik: 1,43 %

 

Der Hauptexportmarkt Deutschland legte vor allem beim Volumen kräftig zu (+10,2 %), der Umsatz wuchs im Vergleich verhaltener (+1,7 %). Die zweitplatzierte Schweiz (inkl. Liechtenstein) steigerte die Menge sogar um 20,1 %, den Wert um 5,2 %. Damit erzielte Österreich bei den Eidgenossen im internationalen Vergleich sehr hohe Werte: Der Import aus allen anderen Weinländern stieg laut Swiss Impex beim Absatz nur um 2,1 %, beim Umsatz um 0,4 %.

 

Insgesamt wurde das Absatzwachstum in erster Linie von Flaschenweinen getrieben (+9,9 %), und dort speziell von roten Qualitätsweinen. Diese konnten bei der Menge um ein gutes Viertel zulegen (+26,2 %). Das Weinexport-Volumen von Fasswein hingegen nahm um 6 % ab.

 

(Grafik: ÖWM)

Weinkultur in Deutschland ist Immaterielles Kulturerbe

Die „Weinkultur in Deutschland“ wurde am 19.03.2021 von der Kulturministerkonferenz auf Empfehlung des Expertenkomitees der Deutschen UNESCO-Kommission in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen.

Dies erfolgte aufgrund eines Antrags, der von der Deutschen Weinakademie (DWA) im Oktober 2019 beim zuständigen Sekretariat für das Welterbe in Rheinland-Pfalz im Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur eingereicht wurde.

Das Expertenkomitee würdigt damit die Weinkultur in Deutschland als offene, lebendige und wandlungsfähige Traditionspflege, die gesellschaftlich stark verankert ist. In der Begründung wird auch hervorgehoben, dass die Weinkultur in Deutschland soziale, handwerkliche, kulturlandschaftliche und sprachliche Aspekte sowie zahlreiche Feste und Bräuche beinhaltet. Insbesondere in den Weinanbauregionen selbst würde die Weinkultur den Lebensrhythmus vieler Menschen prägen und hätte damit oftmals eine lokale, identitätsstiftende Wirkung.

 

VieVinum 2021 verschoben auf 2022

Nach 2020 leider auch für 2021 das selbe Bild. Die nächste große Weinmesse ist dem Corona-Virus zum Opfer gefallen. Die VieVinum 2021 wurde abgesagt. Dafür wurde bereits der geplante Termin für die VieVinum 2022 fixiert!

Der Veranstalter der Weinmesse VieVinum hat aufgrund der aktuellen Entwicklung der Corona-Pandemie mitgeteilt, dass die wichtige Weinveranstaltung in der Wiener Hofburg nicht wie geplant von 29. bis 31. Mai 2021 durchführbar ist. Die VieVinum wird auf 2022 verschoben.

 

VieVinum

 

Gemeinsam mit der Österreich Wein Marketing wurden alle Optionen sorgfältig abgewogen und im Sinne des gesundheitlichen Schutzes für Aussteller und Besucher diese Entscheidung getroffen. Bis zuletzt hat der Veranstalter an die Durchführung geglaubt und mit großer Intensität und Anstrengung an mehreren Varianten gearbeitet, um für die österreichische Weinwirtschaft im Rahmen der gebotenen Sicherheitserfordernisse einen Markt-Impuls zu setzen. Leider lassen die gegebenen Umstände in Verbindung mit den anhaltend dynamischen Einreisebestimmungen und damit einhergehender Planungsunsicherheit eine Umsetzung nicht unmittelbar zu.

Der Termin für die nächste VieVinum 2022 ist Samstag, 11. bis Montag, 13. Juni 2022.

 

Achtung Update per 8.4.2021:

Der Termin für die nächste VieVinum 2022 ist Samstag, 21. bis Montag, 23. Mai 2022. Also Mai statt Juni!

Tannine im Rotwein helfen gegen Covid-19 ?

Täglich werden wir mit Schlagzeilen rund um Covid-19 überschüttet. Eine wahre Flut an Meldungen und Zahlen prasselt auf uns ein. Nun auch mal auf rotwein-weisswein.at. Aber vielleicht eine Meldung, die Weintrinkern gefallen wird:

Tannine im Wein könnten gegen Covid-19 helfen!

So lautet eine Meldung von einem taiwanesischen Newskanal. Na, wenn das mal keine positiven Nachrichten sind !

Der Newskanal berichtet von Mien-Chie Hung, der Präsident der China Medical Universität in Taichung City in Taiwan ist, und eine Untersuchung zur Corona-Virus-Behandlung leitet. So wurde entdeckt, dass Tannine im Wein die Aktivität von zwei Schlüsselenzymen des Corona-Virus effektiv hemmen können.

 

Rotwein Tannine

 

Hung erklärte, dass die Tannine eine entzündungshemmende Wirkung haben sollen. Auch während der SARS-Pandemie im Jahr 2003 haben Studien bewiesen, dass Behandlungen mit Tannin wirksam sei. Diesmal wurden vom Forschungsteam weitere, detaillierte Experimente durchgeführt. Dabei wurde anscheinend festgestellt, dass Tannine die Infektion verhindern sollen. Tannine sind aber nicht nur im Wein, sondern auch in Früchten wie Bananen und Weintrauben enthalten.

Der Plan vom Forscherteam ist, dass in der Zukunft ein entsprechendes Medikament zur Verfügung steht.

Bis dahin genießen wir unser gutes Glas Rotwein! Hilft es nicht gegen Corona, so kommt zumindest der Genuss nicht zu kurz! Prost!

 

Einfach Wein – eine Buch-Rezension

“Einfach Wein” – Der illustrierte Guide. Kurz: sehr empfehlenswert.

Geschrieben wurde das Buch von Aldo Sohm. Und der versteht etwas vom Thema Wein. Aldo Sohm ist gebürtiger Tiroler und hat schon einige Auszeichnungen gesammelt. Er wurde vier mal zum besten Sommelier Östereichs, einmal zum besten Sommelier Amerikas und dann auch noch zum Sommelier-Weltmeister gekürt. Sohm hat also einiges an Wein-Wissen gesammelt. Und sein Wissen hat er in ein Buch verpackt. Bei so manchem Buch über Wein vergisst man vor lauter wissenschaftlichen Betrachtungen auf den Genuss. In diesem Buch sieht es aber anders aus. Hier wird der Wein sowohl für Wein-Einsteiger, als auch für Weinkenner in erfrischender und wunderbarer Leichtigkeit verpackt.

Ein toller Weinratgeber mit vielen Grafiken. Das Weinbuch wurde sehr kurzweilig und informativ geschrieben.

Einfach Wein

Wie wird Wein gemacht?

Genau dies findet man einfach erklärt in diesem Buch. Egal ob Rotwein, Weißwein, Rosé, Orange Wines oder Schaumweine.

Aber auch Informationen zu den wichtigsten Rebsorten findet man im Buch “Einfach Wein” von Aldo Sohm. Das ganze immer wieder gespickt mit interessanten Illustrationen. Die wichtigsten Weinbaugebiete der Welt dürfen natürlich nicht fehlen. Egal ob Weinbaugebiete quer durch Europa oder in Amerika oder in Australien. Kurz und knackig beschrieben und dazwischen immer wieder Karten zur Auflockerung.

Wie probiert man Wein?

Genau diese Frage wird beantwortet. Bewusst riechen, schmecken und schauen. Darauf wird im “Einfach Wein” gut eingegangen. Für den Fortgeschrittenen Weinkenner gibt es ein Probenglossar – Begriffe aus der Weinbereitung und Weinverkostung.
Und dann gibt es natürlich auch Weinvorschläge vom Profi.

Weinmythen – ja auch die gibt es. Aber die werden in diesem Buch entlarvt.

 

Einfach Wein

 

Das Buch hat rund 270 Seiten und ist auf jeden Fall eine Empfehlung. Für alle, die noch kurzfristig ein Weihnachtsgeschenk für einen Weinliebhaber brauchen. Für etwas über 28,- Euro bekommt man das Buch zum Beispiel bei Amazon oder im lokalen Buchhandel.

 

 

 

Weinjahrgang 2020 in Deutschland

Der Weinjahrgang 2020 brachte in Deutschland sehr gute Qualitäten hervor.

Trockenheit, Turbo-Ernte und Spitzenqualitäten

Nach einem warmen und sonnigen Frühjahr zeigten die Reben bereits im April die ersten grünen Triebe. Pünktlich zu den Eisheiligen Mitte Mai wurde es allerdings noch einmal frostig kalt, was insbesondere in Franken, Sachsen und Saale-Unstrut sowie in Teilen Württembergs starke Frostschäden und erhebliche Ertragsverluste mit sich brachte.

Bereits Ende Mai entwickelten die Reben ihre Blüten – acht bis zehn Tage vor dem durchschnittlichen Wert der letzten 30 Jahre. Entsprechend früh startete die Hauptweinlese in vielen deutschen Anbaugebieten bereits Ende August. Die anhaltende Schönwetterperiode mit hochsommerlichen Temperaturen führte dazu, dass viele Sorten gleichzeitig reif wurden, was für Zeitdruck bei der Lese sorgte. Oftmals ernteten die deutschen Winzer in den frühen Morgenstunden oder mitten in der Nacht, um die für deutsche Weine typische Frische zu erhalten. Das Jahr 2020 wird den meisten als „Turbo-Herbst“ in Erinnerung bleiben, der oftmals schon im September beendet war.

„Insbesondere die roten Sorten profitierten von der warmen Witterung. In den deutschen Weinkellern reifen vielversprechende Rotweine, die sich quer durch die Anbaugebiete schon tiefrot, mit intensiver Beeren-Aromatik und samtiger Textur präsentieren“, so das Deutsche Weininstitut (DWI).

Am 30. November wurde der Jahrgang in einigen Regionen noch von einer erfolgreichen Eisweinlese gekrönt.

Erntemengen unterschiedlich verteilt

Die Erntemenge in Deutschland liegt mit rund 8,6 Millionen Hektoliter leicht über der des Vorjahres und zwei Prozent unter dem zehnjährigen Mittelwert. Die Quantität ist allerdings sehr ungleich verteilt. Während die fränkischen Winzer auf Grund von Spätfrösten und einer lang anhaltenden Trockenperiode eine historisch kleine Ernte verzeichnen, die 38 Prozent unter dem langjährigen Mittel liegt, konnten die Winzer an der Hessischen Bergstraße ihren Ertrag um 31 Prozent steigern. In den beiden größten deutschen Anbaugebieten Rheinhessen und Pfalz sind mit einem Minus von einem Prozent bzw. einem Plus von sechs Prozent durchschnittliche bis leicht überdurchschnittliche Erntemengen zu erwarten. Baden und Württemberg schätzen jeweils ein Ernteminus von zehn Prozent.

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