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Weinernte 2026 in der Steiermark

Gesunde Trauben und erfreuliche Erntemenge

Frühe Lese, mediterrane Bedingungen und ein goldener Herbst prägen den Jahrgang 2026

 

Noch nie hat die Weinlese in der Steiermark so früh begonnen wie heuer. Mediterrane Bedingungen beschleunigten die Reifeentwicklung, während regionale Niederschläge rechtzeitig für Abkühlung und Entspannung sorgten. Anders als in vielen anderen österreichischen Weinbaugebieten blieben größere trockenheitsbedingte Ausfälle in der Steiermark weitgehend aus. Die Trauben präsentieren sich gesund und von hoher Qualität. Bereits Ende August wurden erste Trauben für die Sektproduktion geerntet, Anfang September startete die Hauptlese und Mitte des Monats war sie bei vielen Betrieben bereits weit fortgeschritten oder abgeschlossen.

Mediterrane Bedingungen begünstigen den Jahrgang

Das illyrisch-mediterrane Klima prägte den Jahrgang 2026. Trockene Phasen im Frühsommer und hohe Temperaturen im Hochsommer förderten die Entwicklung der Reben. Die regionalen Niederschläge reichten in weiten Teilen aus, um stärkeren Trockenstress zu verhindern. Lediglich auf besonders kargen Standorten waren die Bedingungen herausfordernder.

Zur entscheidenden Reifephase stellte sich auch der für die steirische Weinstilistik wichtige Wechsel zwischen warmen Tagen und kühlen Nächten ein. Die Trauben konnten bis zur Lese sehr gesund erhalten werden – beste Voraussetzungen für einen vielversprechenden Jahrgang.
Der richtige Lesezeitpunkt war entscheidend, um Frische, Aromatik und ein ausgewogenes Verhältnis von Reife und Säure zu bewahren.

Damit bietet der Jahrgang 2026 beste Voraussetzungen für lebendig-frische und aromatische Weine ebenso wie für charaktervolle, kräftigere und trinkfreudige Stilistiken.

Südsteiermark Weinjahr 2026

Erntemenge im Bereich einer guten Normalernte

Auch mengenmäßig zeigt sich in der Steiermark ein erfreuliches Bild. Nach 244.717 Hektolitern im Vorjahr, laut Statistik Austria, wird 2026 erneut mit einer Normalernte gerechnet – nach ersten Schätzungen sogar mit einer Steigerung gegenüber dem Fünfjahresschnitt.

Bei rund 5.000 Hektar Rebfläche liegt das Produktionspotenzial der Steiermark zwischen 230.000 und 250.000 Hektolitern.

 

Steirischer Junker 2026

Ab 23. Oktober ist mit dem Steirischen Junker der erste junge Wein des Jahrgangs 2026 erhältlich. Frisch, jugendlich und fruchtig gibt er einen ersten Vorgeschmack auf den neuen Jahrgang. Am 4. November präsentieren rund 90 Junker-Winzer ihre Weine bei der Junkerpräsentation in der Grazer Stadthalle.