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Weinernte 2026 in der Steiermark

Gesunde Trauben, erfreuliche Erntemenge und ein vielversprechender erster Wein des neuen Jahrgangs

Frühe Lese, mediterrane Bedingungen und ein goldener Herbst prägen den Jahrgang 2026. Ab 23. Oktober beginnt mit dem Steirischen Junker die Junkerzeit.
Noch nie hat die Weinlese in der Steiermark so früh begonnen wie heuer. Mediterrane  Bedingungen beschleunigten die Reifeentwicklung, während regionale Niederschläge rechtzeitig
für Abkühlung und Entspannung sorgten. Anders als in vielen anderen österreichischen  Weinbaugebieten blieben größere trockenheitsbedingte Ausfälle in der Steiermark weitgehend
aus. Zur entscheidenden Reifephase stellte sich auch der für die steirische Weinstilistik wichtige Wechsel zwischen warmen Tagen und kühlen Nächten ein. Die Trauben präsentieren sich gesund und von hoher Qualität.

Mit dem Steirischen Junker ist ab 23. Oktober der erste junge Wein des Jahrgangs 2026 erhältlich. Frisch, jugendlich und fruchtig gibt er einen ersten Vorgeschmack auf den neuen Jahrgang. Rund 100 Junker-Winzer bringen 2026 ihre individuellen Jungweine auf den
Markt.

Weinernte

Weinernte 2026: Mediterrane Bedingungen und frühe Reife

Das illyrisch-mediterrane Klima prägte den Jahrgang 2026. Trockene Phasen im Frühsommer und hohe Temperaturen im Hochsommer förderten die Entwicklung der Reben.  Die regionalen Niederschläge reichten in weiten Teilen aus, um stärkeren Trockenstress zu verhindern. Lediglich auf besonders kargen Standorten waren die Bedingungen herausfordernder. Bereits Ende August wurden erste Trauben für die Sektproduktion geerntet, Anfang September startete die Hauptlese und Mitte des Monats war sie bei vielen Betrieben bereits weit fortgeschritten oder abgeschlossen.

Die hohen Temperaturen ließen die Zuckergehalte in den Beeren rasch ansteigen und machten den frühen Lesebeginn notwendig. Gleichzeitig kamen aufgrund der warmen Bedingungen während der Lese der raschen Verarbeitung und Kühlung der Trauben
besondere Bedeutung zu. Der richtige Lesezeitpunkt war entscheidend, um Frische, Aromatik und ein ausgewogenes Verhältnis von Reife und Säure zu bewahren.

Erntemenge im Bereich einer guten Normalernte

Auch mengenmäßig zeigt sich in der Steiermark ein erfreuliches Bild. Nach 244.717 Hektolitern im Vorjahr, laut Statistik Austria, wird 2026 erneut mit einer Normalernte gerechnet – nach ersten Schätzungen sogar mit einer Steigerung gegenüber dem
Fünfjahresschnitt. Bei rund 5.000 Hektar Rebfläche liegt das Produktionspotenzial der Steiermark zwischen 230.000 und 250.000 Hektolitern.
Damit bietet der Jahrgang 2026 beste Voraussetzungen für lebendig-frische und aromatische Weine ebenso wie für charaktervolle, kräftigere und trinkfreudige Stilistiken.