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Südsteiermark Tour 2015 (Part1)

In die Südsteiermark kommen wir immer wieder gerne. Speziell die Südsteirische Weinstraße bieten landschaftlich einen Hochgenuss und die kulinarischen Höhepunkte lassen wir uns natürlich nicht entgehen.

Schöne Grüne Hügel mit herrlichen Weinbergen entlang an der Grenze zu Slowenien.

Das ist die Südsteiermark.

Seit rund 60 Jahren  kommen Besucher in die Südsteiermark. Wobei die hügelige Landschaft der Südsteiermark vor rund 20 Jahren noch eher ein Geheimtipp war.  Wir sind nicht ganz so lange dabei, aber doch schon seit rund 15 Jahren bereisen wir die Weinberge zwischen Ehrenhausen, Gamlitz, Leutschach, Eibiswald, bis nach Kitzeck.

Südsteiermark2015
Südsteiermark2015

Gerade in den letzten 10 Jahren haben sich die Weine der Region enorm entwickelt und so findet man bei Weinbewertungen die Weine – speziell die Weißweine – aus der Südsteiermark immer in den vorderen Rängen.

Der Sauvignon Blanc ist eine jener Sorten, die gehören zur Südsteiermark einfach dazu. Früher wurde diese Sorte unter dem Namen Muskat-Sylvaner geführt. So richtig erfolgreich wurde die Rebsorte aber unter dem Namen: Sauvignon Blanc.
Eine weitere Sorte, für die die Südsteiermark bekannt ist, ist der Welschriesling. Und alle, die gerne einen Chardonnay trinken, werden diesen in der Südsteiermark unter Morillon finden.

Auf den verschiedensten Terrassen der Weingüter haben wir wieder viele Weine verkostet und köstliche Jausen genossen.

 

Und so gings los….

Vom Norden kommend steigen wird bei Kitzeck im Sausal in unsere Entdeckungsreise in der Südsteiermark ein.

Wenn man die Sausaler Weinstraße bewandert oder befährt, so wird einem eines besonders auffallen: die eindrucksvolle Steilheit der bewirtschafteten Weingärten. Und wenn man oben in Kitzeck ist, so hat man einen atemberaubenden Ausblick über die Südsteiermark.

Ein erster Fixpunkt ist das

Weingut Pichler-Schober.

Es liegt nahe Kitzeck in Mitteregg und bieten einen herrlichen Blick von der Gartenterrasse auf Kitzeck – den höchstgelegenen Weinbauort Österreichs – und die herumliegenden Weingärten. Kitzeck liegt auf fast 600 Metern.

Die Sausaler Urgesteinsböden sind hier die Grundlage für die klassischen Weine, aber auch für die Lagenweine. Das tolle Wetter lud uns in den schönen Garten ein und so genossen wir im Liegestuhl die verschiedenste Weine. Da kann man so richtig die Zeit vergessen und einfach nur genießen. Ein Rundumblick auf die steilen Weingärten. Ein tolles Tröpferl im Glas. Die Sonne lacht ins Gesicht. Und wir liegen im Liegestuhl. Was will man da mehr?

Südsteiermark-pures Leben
Südsteiermark-pures Leben

Unsere Favoriten-Weine vom Weingut Pichler-Schober, St. Nikolai im Sausal:

  • Sausaler Cuvée 2014 (leichter Sommerwein)
  • Sauvignon Blanc Klassik 2014  (Paprika, schöne Frucht, leicht, kurz, Apfel, etw. Holunerblüten)
  • Sauvignon Blanc Medigon 2012 (etw. Holz, Kräuter, harmonisch)

 

Nicht weit entfernt liegt das

Weingut Felberjörgl

in der Nähe vom Dämmerkogel. Eine romantische Buschenschank mit vielen steirischen Schmankerln, Fruchtsäften und Edelbränden. Da konnten wir nicht wiederstehen und genossen auf der Terrasse eine tolle Winzerjause mit Käferbohnen und die hervorragenden  Weine vom Weingut Felberjörgl.

Südsteiermark_Weingut-Felberjörgl
Südsteiermark_Weingut-Felberjörgl

Speziell der Lagenwein – Sauvignon Blanc Kreuzegg 2013 – ist uns da ganz besonders in Erinnerung geblieben.

 

Den zweiten Teil von der Südsteiermark Tour 2015 findet man hier.

Den dritten Teil von der Südsteiermark Tour 2015 findet man hier.

 

(Fotos: eigene Bilder)

Steirische Landessieger 2015

Wie jedes Jahr wurden auch heuer wieder in Graz in der Seidenfabrik die steirischen Wein-Landessieger gekürt.

Mehr als 500 Weingüter haben um die 1600 Weine zur Verkostung eingereicht. Und daraus wurden in 18 Kategorien die Landessieger ermittelt.

Die steirischen Landessieger 2015:

 

  • Welschriesling:
    Welschriesling 2014
    Weinhof Rossmann, St. Peter am Ottersbach
  • Weißburgunder Klassik:
    Weissburgunder 2014
    Weingut Grabin Labuttendorf
  • Morillon Klassik:
    Morillon Reine Seele 2014
    Weingut Matthias Trummer, St. Nikolai
  • Sauvignon blanc Klassik:
    Sauvignon 2014
    Weinhof Peinsipp, Ilztal
  • Scheurebe:
    Sämling 88 2014
    Weingut Kapun Alois, Leutschach
  • Riesling:
    Riesling Höchleit’n Terrasse 2014
    Weingut Felberjörgl, Kitzeck
  • Gelber Muskateller:
    Muskateller Rosengarten 2014
    Weingut Kodolitsch, Leibnitz
  • Sauvignon blanc kräftig:
    Sauvignon Kranachberg 2014
    Weingut Skoff – Domäne Kranachberg, Gamlitz
  • Burgunder kräftig:
    Chardonnay 2014
    Weinhof Ulrich, St. Anna am Aigen
  • Traminer trocken/halbtrocken:
    Gewürztraminer Roter Berg Seindl 2013
    Weingut Müller Klöch
  • Prädikatsweine:
    Traminer Auslese 2011
    Weingut Walter Neubauer, Spielfeld
  • Schilcher:
    Schilcher Pirkhofberg 2014,
    Schilcherweingut Friedrich, St. Stefan ob Stainz
  • Lagenweine Burgunder:
    Chardonnay/Morillon Eruption 2012
    Weinhof Scharl, St. Anna am Aigen
  • Lagenweine Sauvignon blanc:
    Sauvignon Kranachberg Reserve 2011
    Weingut Skoff – Domäne Kranachberg, Gamlitz
  • Rotweine Klassik:
    Blauer Zweigelt Klassik 2013
    Weinhof Rossmann, St. Peter/Ottersbach
  • Zweigelt kräftig:
    Blauer Zweigelt Reserve 2012
    Landesweingut Silberberg, Leibnitz
  • Rotweine Vielfalt:
    Cuvée 1.6 2012
    Weingut Gölles, Hatzendorf
  • Sekt:
    Schilcher Sekt Brut
    Weingut Langmann vlg. Lex, St. Stefan ob Stainz

 

Wein und Käse – Wer mit wem?

Käse gehört eigentlich irgendwie zu Wein. Und die beiden haben auch einige Gemeinsamkeiten. Der Wein sowie der Käse sind alte Genuß- und Nahrungsmittel. Und sowohl beim Käse als auch beim Wein gibt es eine große Sortenvielfalt. Weiters benötigen beide einen Reifeprozess, bis diese genossen werden können. Und zusammen genossen kann man sich über ein wunderbares Gaumenerlebnis erfreuen.

Käse diverse Wein
Käse

 

Wie genießt man den Käse?

Bevor man den Käse ist, sollte dieser rund eine Stunde vorher aus dem Kühlschrank genommen werden. Der Käse sollte sich an die Raumtemperatur angenähert haben. So kann er sein Aroma wunderbar entfalten. Davon ausgenommen ist der Frischkäse. Der sollte schön kühl sein.
Man beginnt beim mildesten Käse und kostet sich bis zum kräftigsten Käse durch.
Idealerweise ist der Käse in Stücke portioniert. Zum Schneiden von Käse gibt es – je nach Sorte – entsprechendes Werkzeug, wie zum Beispiel: Weichkäsemesser, Käsedraht, Käsehobel, Käsespaten, Parmesanstecher, Edelpilzschneider.

 

Unterschiedliche Käsegruppen und dazu passende Weine

Frischkäse (mild-fein)

Der Frischkäse ist der einzige Käse, der nicht reifen muss und daher auch bereits am Tag seiner Herstellung zu genießen ist. Beispielsweise fällt mir dazu ein Rollino ein. Ein leichter, frischer Käse mit Kräutern. Frischkäse schmeckt frisch und kühl am besten.
Zu Frischkäse passt sehr gut ein leichter Weißwein, wie zum Beispiel Welschriesling, Neuburger oder Müller-Thurgau. Aber auch ein leichter Roséwein lässt sich dazu kombinieren. Wenn man will, so kann man auch mal einen leichten Rotwein dazu probieren.

Speziell die mediterranen Länder haben eine lange Tradition bzgl. Schaf- und Ziegenkäse. Jeder kennt: Feta. Je kürzer diese Käse gereift sind, desto milder ist der typische Salzgeschmack.
Hierzu passt auch gut ein Sauvignon blanc.

 

Weichkäse mit Weißschimmel (mild-fein)

Ein Weichkäse mit weißem Edelschimmel hat einen Reifeprozess von einigen Wochen und ist bei Käseliebhabern sehr beliebt.
Zum Weichkäse mit Weißschimmel zählt Camembert, Brie oder Schärdinger Kaisertaler. Meist sind dies Weichkäse, die noch ein junges Reifestadium haben.
Dazu passen beispielsweise Weißweine, die auch ein entsprechendes Volumen haben mit mittlerer Intensität. Jedoch keine Lagenweine, die im Barrique ausgebaut wurden.
Beispielsweise Weißburgunder, Chardonnay/Morillon, Grüner Veltliner, Neuburger. Man kann aber auch mal einen samtigen Rotwein – zum Beispiel Blauburgunder – probieren.

Käse zum Wein
Weichkäse

Weichkäse mit Weißschimmel (kräftig, würzig)

Wenn der Weichkäse bereits ein mittleres Reifestadium hat bzw. eine ausgeprägte Reife, so sollte dazu auch ein kräftiger Weißwein. Barriqueweine sind auch hier nicht ideal.
Kräftige Weichkäse mit Weißschimmel können ein gereifter Brie oder Camembert sein.

 

Weichkäse mit Rotkultur

Beim Weichkäse mit Rotkultur sind Rotschmierebakterien für die Reife verantwortlich und geben dem Käse die entsprechende Würze. Während seiner zwei bis fünfwöchigen Reifezeit wird der Weichkäse mehrmals in einer Salzlösung mit Rotkultur gewaschen.

Schlierbacher Käse Wein
Schlierbacher Käse

Hierzu zählt zum Beispiel der Schlierbacher Schlosskäse oder der Klosterkäse von Achleitner. Weiters gibt es noch Münster, Graf Görz, Limburger, Schärdinger Affineuer, Marvilles, Pont l’Eveque und andere.
Speziell mit einer längeren Reifezeit wird dieser noch würziger.
Je nach Würze vom Käse bzw. der Rinde vom Käse findet man den passenden Wein.
Folgende Weine passen normalerweise gut dazu: Weissburgunder, Grauburgunder, Chardonnay. Auch sehr gut passen kräftige Rotweine. Die Tannine müssen unbedingt gut eingebunden sein und sollten nicht spürbar sein, da dies dann nicht zu den Rotkulturkäsen passt. Bei den Rotweinen passen Zweigelt, Blaufränkisch, Cabernet Sauvignon.

 

Schnittkäse (mild)

Schnittkäse ist die größte Käsegruppe. Beim Schnittkäse gibt es unzählige Herstellungs- und Reifungsverfahren. Und so gibt es beim Schnittkäse auch geschmacklich eine große Bandbreite. Von leicht süßlich bis hin zu fein säuerlich. Und gerade wegen der vielen Käsesorten mit den unterschiedlichen Geschmacksrichtungen muss man beim Wein etwas aufpassen.
Beispiele für milde Schnittkäse sind Gauda, Tilsiter, Mondseer, Bergbaron, Moosbacher, Raclette, Bierkäse oder geräucherte Käse. Dazu passen fruchtbetonte, trockene bis halbtrockene Weißweine mit milder Säure. Zum Beispiel Weißburgunder, Grüner Veltliner, Neuburger oder Zierfandler. Aber auch mittlere, tanninarme Rotweine mit milder Säure und wiederum schöner Frucht. Beispiele dafür: Zweigelt, Merlot, Blaufränkisch, St. Laurent.

Schnittkäse Wein
Schnittkäse

 

Hartkäse (würzig, kräftig)

Ein guter Hartkäse wird oft aus Heumilch oder Alpenmilch hergestellt. Beim Hartkäse unterscheidet man in Großlochkäse und Hartkäse ohne Lochbildung. Beim Hartkäse gibt es viele geschmackliche Unterschiede. Die Palette reicht vom würzig-aromatischen Hartkäse bis hin zum ausgeprägt würzigen Hartkäse. Zum Ersteren zählt man einen 6 Monate gereiften Bergkäse, Almkäse oder Emmentaler. Zum ausgeprägt würzigen Hartkäse gehört ein 10 Monate gereifter Emmentaler oder ein Parmesan. Aber es gibt auch Hartkäse, die bis zu 18 Monate gereift sind.
Ein Hartkäse verlangt einen Wein mit ausgeprägter Aromaintensität. Dazu passen gehaltvolle Weine. Zum Beispiel kräftige Weißweine wie ein Grüner Veltliner oder Grauburgunder, aber auch ein Sämling. Kräftige Rotweine mit reifem Tannin wie ein Brunello, Barolo, Cabernet Sauvignon, Blaufränkisch oder St. Laurent.

Parmesan Käse Wein
Parmesan

 

 

Käse mit Edelschimmel (würzig-kräftig)

Edelschimmelkäse sind sehr geschmacksintensiv und sollten daher beim Verkosten erst am Schluss dran kommen. Man unterscheidet in Blauschimmelkäse und in Grünschimmelkäse. Durch den Edelschimmel reifen die Käse stärker. Erst wenn ein Edelschimmelkäse eine gute Reife erlangt, werden die einzelnen Komponenten vom Käse eine harmonische Einheit ergeben. Im Edelschimmelkäse befinden sich spezielle Edelpilzkulturen.
Zum Edelschimmelkäse zählt man Gorgonzola oder den Österkron, einen Blauschimmelkäse. Aber auch Roquefort oder Danablu.

Bei einem Edelschimmelkäse muss sich der Wein behaupten. Je salziger der Käse ist, desto stärker kann die Süße des Weines sein. Ein Klassiker dazu: Botrytisweine, Beerenauslesen.

 

Als Begleitung von Käse und Wein bietet sich Weißbrot oder Schwarzbrot an. Dazu passen auch noch Nüsse oder Trockenfrüchte. Weniger dazu passen Äpfel und Birnen, da diese mit ihrer Säure meist das Geschmacksempfinden stören. Auch wenn beispielsweise Äpfel als Deko auf Käsetafeln gut aussehen, so passen diese nicht unbedingt dazu. Auch sollte man scharfe Beilagen vermeiden. Scharfer Paprika oder Gewürze (Pfeffer) passen nicht zu Käse und Wein.

 

(Fotos: eigene Bilder)

 

 

Frühling in der Wachau und im Kremstal

Der Frühling ist eine wundervolle Jahreszeit. Und speziell die Wachau bietet ein wundervolles Ambiente im Frühling. Entlang der Donau mit den steilen Terrassen-Anlagen, wo die Rebstöcke schon kräftig ausgetrieben sind.

Wachau Donau 2015

 

Die Wachau ist ein Weltkulturerbe mit rund 1300 ha Weingärten und bietet eine Boden-Mischung aus Gneis, Löss, Schotter von der Donau und Schwemmlösse.
Grund genug, einen Ausflug in die Wachau zu machen und die verschiedenen Weine etwas zu verkosten. Begriffe wie Steinfeder, Federspiel, Smaragd findet man in der Wachau in den Weinkarten und sind sicher jedem Weinliebhaber ein Begriff.

Ein Ausflugstipp ist Weißenkirchen an der Donau ist der Heurige / Weingut Mang Hermenegild.

Weißenkirchen Mang

 

Der Heurige liegt direkt an der Landstraße entlang der Donau Mitten in Weißenkirchen. Ideal finde ich den Heurigen deswegen, weil man wunderbar im Garten zwischen den Obstbäumen sitzen und den Wein und die Jause genießen kann. Die Kinder haben einen großen Spielplatz und eine schöne Spielwiese zur Verfügung. So sind die Kinder optimal beschäftigt und wir Erwachsene können den Wein genießen. Verschiedenste Grüne Veltliner – von Federspiel über Smaragd bis hin zu Spätlese – oder ein hervorragender Riesling. Da kann man den Frühling mitten im Garten mit einem Glas Wein in der Hand genießen.

Ein weiterer Tipp liegt rund 20 Minuten weiter Richtung Wien.

Stift Göttweig.

In rund 420 Meter Seehöhe steht am östlichen Rand der Wachau das Benediktinerstift Göttweig. Seit 2001 ist es Weltkulturerbe und auf jeden Fall einen Besuch wert. Es bietet einen tollen Panoramablick auf die Umgebung wie die Wachau und in das Donautal. Eine Besichtigung vom Kloster ist auf jeden Fall zu empfehlen.

20150426 WachauAusflug 044

 

Vom Stift Göttweig sieht man schon runter auf eine andere Empfehlung in der Region.

Das Weingut Tanzer.

20150426 WachauAusflug 049

 

Auch hier empfiehlt sich vor der Planung vom Ausflug zu prüfen, ob der Heurige Tanzer geöffnet hat. Tolle Jausen mit sehr guten Weinen. Und bei schönem Wetter sitzt man natürlich draußen und kann sich durch das Sortiment durch kosten.
Zwei Empfehlungen von meiner Seite:

  • Grüner Veltliner Frauengrund 2014 – Kremstal DAC
    Ein eleganter, süffiger Grüner Veltliner. Komplex. Schöne Säure. Apfel. Kräuter. Pfefferl. Schöner Abgang
  • Riesling Antonia 2014 – Kremstal DAC
    Ein wunderbarer Riesling. Den muss man einfach mögen. Pfirsich in der Nase. Pfirsich im Glas. Fein. Schöne Frucht. Trinkanimierend. Schöne Länge.

 

Welche Empfehlungen für einen “Wein-Ausflug” gibt es von Euch?

 

(Fotos: eigene Bilder)

 

 

 

Weingut R&A Pfaffl – Weinverkostungen Jahrgang 2014/2013

 

Weingut R&A Pfaffl – www.pfaffl.at

Den Lesern von www.rotwein-weisswein.at ist das Weingut Pfaffl bereits gut bekannt. Ich habe schon verschiedenste Wein verkostet und hier in diesem Weinblog bewertet. Folgend einige Beispiele:

 

Roman Josef Pfaffl und scheine Schwester Heidi Fischer kümmern sich um das Weingut. Dabei gibt es eine klare Trennung der Aufgaben:

  • Heidi Fischer kümmert sich ums Büro, um den Verkauf und ums Marketing.
  • Roman Pfaffl ist der Chef im Weingarten und im Keller.

Das Weingut Pfaffl wurde von wurde vor rund 30 Jahren von Adelheid und Roman Pfaffl (den Eltern) gegründet. So wie damals ist das Weingut nach wie vor ein Familienbetrieb.

Heute werden bereits rund 90 Hektar bewirtschaftet und die Weingärten liegen verstreut in unzähligen Gemeinden rund um Stetten im Weinviertel und in Wien, das nicht weit entfernt ist. Und so wachsen die Rebstöcke auf den unterschiedlichsten Böden, was eine große Bandbreite an unterschiedlichsten Weinen zu lässt.
Natürlich nimmt der Grüne Veltliner eine wichtige Rolle beim Weingut Pfaffl ein. Aber auch hervorragende Rieslinge gehören zum Sortiment. Speziell die Rotweine sollte man sich auch ansehen und verkosten. Hiervon zaubert Roman Josef Pfaffl hervorragende Tropfen.

Die Raute

Die Raute ist das Markenzeichen vom Weingut R&A Pfaffl und steht für alles das, was in den Weinen steckt:

  • die Arbeit im Weingarten
  • die Präzision im Keller
  • die Leidenschaft für die Weine
  • für das Weingut

 

Wir hatten die Gelegenheit, dass wir einige Weine vom Weingut R&A Pfaffl verkosten durften. Folgend die Notizen zu den verschiedensten Weinen, welche alle in Burgunderflaschen mit Schraubverschluss abgefüllt waren. Die Weine kann man direkt ab Hof beim Hersteller oder im Weinfachhandel kaufen.

 

Pfaffl GrünerVeltliner-Zeiseneck

Grüner Veltliner Weinviertel DAC Zeiseneck

Anbaugebiet: Weinviertel
Jahrgang: 2014
Alkohol in Vol.: 12 %
Farbe: weiß
Geschmack: trocken
Restzucker: 3,2 g/l
Säure: 5,4 g/l
Rebsorte(n): Grüner Veltliner
Füllmenge: 0,75 l
Verschluss: Schraubverschluss
Preis: 7,90 Euro

Der Grüne Veltliner Zeiseneck präsentiert sich im Glas mit einem etwas blassen Gelb mit grünem Schimmer. Eine schöne Würze in der Nase. Pfefferschoten. Sauber. Zitrus.
Angenehme, frische Säurestruktur. Leichtes prickeln auf der Zunge. Dezente Kräuter. Süffig. Trinkanimierend. Erfrischend. Mineralischer Nachhall.

 

Riesling Terrassen Sonnleiten

Anbaugebiet: Niederösterreich
Jahrgang: 2014
Alkohol in Vol.: 12 %
Farbe: weiß
Geschmack: trocken
Restzucker: 7,5 g/l
Säure: 7,0 g/l
Rebsorte(n): Riesling
Füllmenge: 0,75 l
Verschluss: Schraubverschluss
Preis: 13,20 Euro

Die Lage “Terrassen Sonnleiten” ist etwas besonderes. Steinig. Trocken. Heiß. Der Boden ist sandig, kalkig, karg und mit Steinen durchzogen.

Der Wein schimmert gold-gelb im Glas. Leichte grüne Reflexe.
In der Nase gibt es dann Pfirsichkompott.
Knackig. Angenehme Säure. Grüner Apfel. Marillen. Pfirsich.

 

Pfaffl Riesling Terrassen Sonnleiten

 

 

Chardonnay Exklusiv

Anbaugebiet: Niederösterreich
Jahrgang: 2014
Alkohol in Vol.: 13,5 %
Farbe: weiß
Geschmack: trocken
Restzucker: 1,0 g/l
Säure: 5,5 g/l
Rebsorte(n): Chardonnay
Füllmenge: 0,75 l
Verschluss: Schrauber
Preis: 13,20 Euro

Die Reben für diesen Chardonnay sind rund 26 Jahre alt. Der Boden ist ein sandig-steiniger Lehmboden. Ein kleiner Teil wurde in neuen Barriquefässern und der Rest im großen Holzfass für rund 4 Monate gelagert.

Kräftiges Gelb. So startet die Verkostung vom Chardonnay. Der Geruch: Kräuter, Zitrus, Stachelbeeren.
Trocken und komplex. Gut gebaut. Kraftvoll. Kernig. Birnen. Zitronen. Ein Hauch von Holz.
Schöner Biss im Abgang.

 

St. Laurent Waldgärten

Anbaugebiet: Niederösterreich
Jahrgang: 2013
Alkohol in Vol.: 13 %
Farbe: rot
Geschmack: trocken
Restzucker: 2,8 g/l
Säure: 5,1 g/l
Rebsorte(n): St. Laurent
Füllmenge: 0,75 l
Verschluss: Schrauber
Preis: 8,70 Euro

Der St. Laurent wird beim Weingut Pfaffl gerne am Waldrand gepflanzt. Dadurch dehnt sich die Reifeperiode durch die kühlen Nächte aus. Die Trauben können sich noch komplexer entwickeln.
Die St. Laurent-Reben wachsen auf Lössboden. Die Lagerung erfolgte für 6 Monate zu 100% in gebrauchten Barriques.

Pfaffl St

 

Start: Ein schönes, dunkles Rot! Klar.
Ein schönes Bukett. Fruchtige Nase. Zwetschken. Brombeeren.
Am Gaumen dann ein wahres Fruchtabenteuer. Zwetschken, Erdbeeren, Brombeeren. Dezente Tannine. Der Wein hat sicherlich noch Potential.

(Fotos: eigene Bilder)

 

 

Weineinkauf in Deutschland – Wertsteigerung beim Einkauf?

Das Deutsche Weininstitut vermeldet in einer Presseaussendung zur internationalen Weinmesse ProWein in Düsseldorf, dass die Deutschen beim Weineinkauf zu höherpreisigen Weinen greifen.
Grundsätzlich schätzen die deutschen Weintrinker das vielfältige Weinangebot, sind aber nach wie vor sehr preissensibel.

Beim Blick auf die letzten Jahre konnte eine leichte Wertsteigerung beim Weineinkauf festgestellt werden und die Verbraucher kaufen etwas mehr im höheren Preissegment. Somit ist der Durchschnittspreis für einen Liter Wein im Lebensmittelhandel leicht angestiegen. Lt. dem Deutschen Weininstitut seit 2010 von 2,52 auf 2,89 Euro. Bei heimischen Weinen wird gerne etwas mehr ausgegeben.

Was aus der Presseaussendung nicht hervor geht, ob bei diesen Daten die Inflation berücksichtigt wurde. Denn dann bleibt von einer Steigerung nicht mehr viel übrig.

Ich frage mich auch, welche Weine gekauft werden. Billigste Massenweine? Kann man diese auch trinken?
Klar, es muss nicht immer ein Wein um 20,- Euro die Flasche sein….
Aber vermutlich ist dies nur eine von vielen Statistiken. Fasswein ist billig und wird auch in dieser Statistik erfasst sein. Interessanter würde da schon die Aussage bzgl. Bouteillen-Weine sein.

Egal, Statistiken hin oder her. Wichtig ist, dass einem der Wein schmeckt, den man trinkt und die Winzer für ihre Arbeit auch gerecht entlohnt werden.

 

Nachwuchssommelier 2015 – Edmond Gasser

Zum vierzehnten Mal wurde der “Nachwuchssommelier des Jahres” auf der ProWein in Düsseldorf gekürt. Die Jury konnten Edmond Gasser aus München, der den ersten Platz belegte, sowie der Zweitplatzierte Ronny Schreiber aus Heinsberg und die Drittplatzierte Luise Volkert aus Euskirchen, überzeugen.

Der Wettbewerb wird jährlich vom Magazin “Meiningers Sommelier” und dem Verband der Sommelier-Union Deutschland in Kooperation mit der Hotelfachschule Heidelberg, der Deutschen Wein- und Sommelierschule in Koblenz/Hamburg, der IHK München und dem International Wine Institute in Bad Neuenahr-Ahrweiler ausgeschrieben.

“Ein verdienter Sieg” urteilte die Jury, die den Sommelier Edmond Gasser zum Nachwuchssommelier 2015 kürte. Der gelernte Sommelier war um keine Frage verlegen und konnte besonders im praktischen Prüfungsteil seine profunden Kenntnisse unter Beweis stellen. Dabei kam ihm insbesondere seine Berufserfahrung in bekannten Restaurants der Spitzengastronomie, wie dem George V in Paris und dem Restaurant Königshof München, zu Gute. Sein Service am Gast zeigte nach Auffassung der Jury, dass hier ein Sommelier-Talent mit viel Sachkenntnis, Gefühl und Freude am Beruf den Gast souverän, eloquent und charmant bedient.

Edmond Gasser Nachwuchssommelier

 

Platz zwei ging an Ronny Schreiber, der sein “Handwerk” von Grund auf gelernt hat: Nach der Ausbildung als Restaurantfachmann folgte ein Auslandsaufenthalt in Australien. Danach folgte der Einstieg in die Spitzengastronomie: Erst als Chef de Rang später als Sommelier in der Burgstuben Residenz, zuletzt als Chef de Rang in Steinheuers Restaurant. Der dritte Platz wurde an Luise Volkert vergeben, die ihre Ausbildung im Hotel Lous C. Jacob in Hamburg begann und dort als Commis de Rang und Demi Chef de Rang arbeitete. Danach folgte die Position des Demi Chef de Rang im Restaurant Falco in Leipzig, derzeit ist sie Chef de Rang im Restaurant Landlust, Burg Flamersheim, Euskirchen.

16 Schüler der Hotelfachschule Heidelberg, der Deutschen Wein- und Sommelierschule in Koblenz und Hamburg, der IHK München, sowie vom International Wine Institute in Bad Neuenahr, hatten sich zum Wettbewerb angemeldet. Zu den Voraussetzungen für die Teilnahme gehören: Absolvent einer der genannten Schulen sowie keine weitere Wettbewerbserfahrung. Aus der schriftlichen Prüfung mit 35 Fragen wurden die besten Kandidaten für ein praktisches Prüfungs-Finale ermittelt. Fünf Kandidaten schafften den Einzug. Die Prüfung begann mit einer Weinbegleitung, die für ein vorgegebenes Menü anhand der Weinkarte zusammengestellt werden sollte. Anschließend wurde geprüft, wie gut sich der Sommelier in der Weinwelt auskennt. Weinregionen und Erzeuger mussten optisch erkannt und zugeordnet werden. Als dritte Aufgabe folgte eine Blindverkostung von zwei Weiß- und einem Rotwein, bei denen Eigenschaften wie Aussehen, Geruch, Geschmack, Rückschluss auf Wein-Art, Qualität, Rebsorte und Anbaugebiet definiert werden mussten.

Als nächstes wurde den Finalisten in den Einzelprüfungen eine fehlerhafte Weinkarte vorgelegt. Es galt hier vom einfachen Tippfehler über falsche Anbaugebiete und Qualitätsstufen die Fehler zu benennen.

Ein Hauptpunkt der praktischen Prüfung war auch dieses Jahr der klassische Service am Gast mit Servieren eines Champagners. Dazu gehören beispielsweise das Präsentieren des Champagners, das korrekte Öffnen der Flasche, das Reinigen des Flaschenhalses und das Verkosten, sowie Einschenken des Champagners. Während des Champagner-Service mussten die Kandidaten außerdem Fragen der “Gäste” beantworten. In diesem Fall nach der Bezeichnung “Ultra Brut”.

(Bild: Meininger-Verlag)

 

 

Weinviertel DAC Jahrgang 2014 on Tour, Linz

Am 3. März machten die Winzer aus dem Weinviertel Halt in Linz und stellten den neuen Jahrgang Weinviertel DAC vor.

Weinviertel DAC Tour

Mehr als 120 Winzer aus dem Weinviertel waren im Design Center in Linz vertreten und haben ihren Weinviertel DAC zum Verkosten angeboten. Die Veranstaltung war sehr gut besucht, aber trotzdem konnte ich einige nette Gespräche mit den verschiedenen Winzerinnen und Winzern führen.
Es wurden die klassischen Weinviertel DACs angeboten, aber auch einige Weinviertel DAC Reserven konnten verkostet werden.

Die Jahrgang 2014 stellte sich sehr unterschiedlich dar.

Da gab es einerseits die wunderbar feinen, frischen und fruchtigen Weine. Natürlich mit der würzigen, gebietstypischen Würze.
Aber da gab es heuer leider auch viele Weinviertel DACs die von der Nase über den Gaumen und Abgang einfach nur leer waren.

Die folgenden Weingüter blieben mit ihren Weinviertel DAC oder Weinviertel DAC Reserve besonders positiv in Erinnerung:

  • Weingut Christoph Bauer, Jetzelsdorf
  • Weingut Harald Breitenfelder, Kleinriedenthal
  • Weingut Hagn, Mailberg
  • Weingut Hirtl, Poysdorf
  • Weingut Hofer, Auersthal
  • Weingut Jatschka, Stetten
  • Weingut Jungmayr, Ebersbrunn
  • Weingut Julius Klein, Pernersdorf
  • Weingut Pfaffl, Stetten
  • Weingut Pröglhöf
  • Weingut Schödl, Loidesthal
  • Weingut Sonnenhügel – Schleinzer, Unterretzbach
  • Weinbau Strell, Gr. Wetzdorf
  • Weingut Zeilinger Christian, Hohenwarth
  • Weingut Phillip Zull, Schrattenthal

 

Weinviertel DAC Tour

 

So unterschiedlich wie sich die Weinviertel DAC Weine präsentierten, so fielen auch die Mengen bei den Winzern aus. Wie ich in den Gesprächen feststellen konnte, sind die Mengen nach den Regionen sehr unterschiedlich.
Da gab es Regionen und Winzer, die hatten Einbußen von über 70 % zu normalen Jahrgängen. Und dann gab es wiederum Regionen und Weingüter, die konnten Mengen ganz dem Jahresschnitt entsprechend ernten. Das Wetter war 2014 teilweise sehr unterschiedlich und dies schlägt sich nun in den Mengen nieder.

Ich kann nur sagen, dass es sich wieder um eine gelungene Veranstaltung gehandelt hat!

Weitere Termine und somit die Möglichkeit, den neuen Weinviertel DAC Jahrgang 2014 zu verkosten gibt es in:

  • Salzburg, Amadeus Terminal 2, Salzburg Airport, 23. März 2015
  • Götzis, Kulturbühne Ambach, 24. März 2015
  • München, Tonhalle, 25. März 2015

Und noch ein Tipp für alle, die etwas Geld beim Weinverkosten sparen wollen: Mit dem folgenden Gutschein bekommt man den Eintritt um 2,- Euro billiger: Gutschein für Weinviertel DAC Tour.

Weinviertel DAC Tour

Weinjahr 2014 – geringe Mengen

Die Witterungsbedingungen haben es den österreichischen Winzern 2014 alles andere als leicht gemacht!

Der Winter war sehr mild. Dann startete ein schöner, aber trockener Frühling. Gefolgt von einem nassen und kühlen Mai. Dann gab es eine kurze Hitzewelle. Und den Sommer haben wir noch gut in Erinnerung. Feuchte Witterung den gesamten Sommer über. Der August war trüb und es gab wenig Sonne. Und im September, da wo normalerweise die Hauptlese stattfindet, war es zur Abwechslung mal: noch nasser. Etwas besser war es dann erst im Oktober.
Das Wetterglück war somit nicht auf der Seite der Winzer und war eine große Herausforderung.

Die Weinernte 2014 lag mit zwei Millionen Hektoliter deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt. Gegenüber 2013 waren es im Schnitt 16 Prozent weniger.
Noch weniger war es nur in den Jahren

  • 2010 – 1,7 Mio. hl
  • 1997 – 1,8 Mio. hl
  • 1993 – 1,9 Mio. hl

Besonders stark hat es den Rotwein erwischt. Da gibt es ein Minus von 29 Prozent gegenüber 2013. Bei Weißwein gab es ein Minus von 9 Prozent zu 2013.

WeinernteÖsterreich2014

 

Folgend die einzelnen Bundesländer im Detail:

Burgenland

Bei der Weinernte 2014 gab es im Burgenland ein Minus von 26 Prozent zu 2013. Die Weinernte lag bei rund 513.000 Hektoliter.
Die Lagenweine werden 2014 aufgrund der fehlenden Zuckereinlagerungen eher rar sein oder ganz entfallen.

Niederösterreich

Von der Leitsorte Grüner Veltliner gibt es einige hervorragende Vertreter. Diese durfte ich bereits bei der Weinviertel-DAC-Tour in Linz verkosten.
Aber speziell das Weinviertel war besonders stark von den Einbußen betroffen. Einzelne Regionen und Winzer hatten Einbußen von über 70 Prozent. Im Schnitt gab es im Weinviertel Einbußen von 39 Prozent.
Bezogen auf das gesamte Bundesland Niederösterreich war das Minus rund 13 Prozent zu 2013.

Steiermark

Die Weißweine in der Steiermark präsentieren sich fruchtbetont und trinkfreudig, bei einem etwas geringerem Alkoholgehalt als üblich.
Bei den Weißweinen gab es in der Steiermark ein moderates Minus von 6 Prozent. Bei den Roten war das Minus um einiges kräftiger: Minus 22 Prozent zu 2013.

Wien

Hier hat es speziell den berühmten Nussberg erwischt. Anfang Mai gab es da ein kräftiges Hagelunwetter. Mehr Glück hatten die Winzer der Weingärten am Bisamberg und in Mauer. In Wien bedeutete das Jahr 2014 einen Rückgang von rund 20 Prozent.

 

Im November 2014 wurde die Ertragsmenge noch etwas höher eingeschätzt. Nachzulesen unter:

Österreichs Wein 2014 – das intensive Arbeitsjahr

 

(Grafik: Statistik Austria)