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ROTWEIN – WEISSWEIN – Der WeinBlog für Geniesser

Verkostung Rotwein – Weingut Mailberg Lenz Moser – Prestige Cuvée, Carpe Diem

Hersteller:

Weingut Mailberg Lenz Moser, Vertrieb: Hofer

Wein:

Prestige Cuvée, Carpe Diem

Anbaugebiet: Niederösterreich, Weinviertel
Ort: Mailberg
Land: Österreich
Jahrgang: 2011
Alkohol in Vol.: 13,5 %
Farbe: rot
Geschmack: trocken
Rebsorte(n): Cuvée aus Cabernet Sauvignon, Merlot, Zweigelt
Füllmenge: 0,75 l
Verschluss: Naturkork
Preis: 9,99 Euro
Den Wein gibt es in den Filialen vom Lebensmitteldiskonter Hofer zu kaufen.

Verkost-Zeitpunkt: März 2015

LenzMoser Kork

LenzMoser

Informationen über das Weingut:

Der Weinort Mailberg liegt nahe der tschechischen Grenze im Weinviertel. Seit mehr als 40 Jahren wird das Schlossweingut des Souveränen Malteser Ritterorden von der Weinkellerei Lenz Moser gepachtet und bewirtschaftet. Das Schlossweingut umfasst rund 46 Hektar Weinflächen.

Verkost-Notiz:

Teilweise im Barrique-Faß ausgebaut.
Ein schönes Rot mit violetten Reflexen. Klar.
In der Nase sauber, Kirschen, etwas Veilchenduft, leichte Holztöne
Am Gaumen zartbitter, kräftige Tanninstruktur, etwas pelzig. Zwetschken. Brombeeren. Leicht rauchig.
Mittlerer Abgang.

LenzMoser Carpe Diem

LenzMoser Carpe Diem

 

Ein idealer Speisebegleiter zu einem wunderbaren Steak oder passt gut zu Wildgerichten.

 

(Fotos: eigene Bilder)

Weineinkauf in Deutschland – Wertsteigerung beim Einkauf?

Das Deutsche Weininstitut vermeldet in einer Presseaussendung zur internationalen Weinmesse ProWein in Düsseldorf, dass die Deutschen beim Weineinkauf zu höherpreisigen Weinen greifen.
Grundsätzlich schätzen die deutschen Weintrinker das vielfältige Weinangebot, sind aber nach wie vor sehr preissensibel.

Beim Blick auf die letzten Jahre konnte eine leichte Wertsteigerung beim Weineinkauf festgestellt werden und die Verbraucher kaufen etwas mehr im höheren Preissegment. Somit ist der Durchschnittspreis für einen Liter Wein im Lebensmittelhandel leicht angestiegen. Lt. dem Deutschen Weininstitut seit 2010 von 2,52 auf 2,89 Euro. Bei heimischen Weinen wird gerne etwas mehr ausgegeben.

Was aus der Presseaussendung nicht hervor geht, ob bei diesen Daten die Inflation berücksichtigt wurde. Denn dann bleibt von einer Steigerung nicht mehr viel übrig.

Ich frage mich auch, welche Weine gekauft werden. Billigste Massenweine? Kann man diese auch trinken?
Klar, es muss nicht immer ein Wein um 20,- Euro die Flasche sein….
Aber vermutlich ist dies nur eine von vielen Statistiken. Fasswein ist billig und wird auch in dieser Statistik erfasst sein. Interessanter würde da schon die Aussage bzgl. Bouteillen-Weine sein.

Egal, Statistiken hin oder her. Wichtig ist, dass einem der Wein schmeckt, den man trinkt und die Winzer für ihre Arbeit auch gerecht entlohnt werden.

 

Linzer Weinfrühling 2015

Wenn ich mir diese Woche das aktuelle Wetter ansehe, so ist klar: der Frühling der ist da! Die Sonne scheint schön kräftig und warm und die Natur erwacht.

Mit dem Frühling startet auch wieder die Saison der Weinveranstaltungen. Die ersten Verkostungen – wie zum Beispiel die Weinviertel DAC Tour fand bereits statt bzw. findet noch an einigen Locations statt.

Und ein Fixpunkt im Frühling ist jedes Jahr auch der

Linzer Weinfrühling.

Im wunderbaren Ambiente im Linzer Palais Kaufmännischer Verein findet der

Linzer Weinfrühling 2015 am Freitag, 10. April 2015 statt.

Wie ich vom Veranstalter – Klaus Stumvoll – lese, so gibt es heuer ein Jubiläum. Der Linzer Weinfrühling findet bereits zum 20. Mal statt.

LinzerWeinfrühling2015

LinzerWeinfrühling2015

Der Weinfrühling in Linz beginnt um 14.00 Uhr und endet um 21.00 Uhr. Der Eintritt beträgt – wie schon im Vorjahr – 20,- Euro. Karten sind an der Tageskarte erhältlich.

Wie beim Linzer Weinfrühling üblich, werden wieder die meisten Winzer persönlich anwesend sein. So kann man einerseits die Weine vom neuen Jahrgang 2014 verkosten, aber auch mit den Winzern plaudern und über das arbeitsreiche Jahr 2014 diskutieren. Und wichtig dabei: die tollen Weine entdecken und genießen.

 

Die folgenden Winzer werden beim Linzer Weinfrühling 2015 dabei sein:

Kamptal

  • Aichinger, Schönberg
  • Brandl, Zöbing
  • Groll, Reith
  • Lindermair, Zöbing
  • Rosner, Langenlois
  • Schierer, Zöbing

Kremstal

  • Aschauer, Dross
  • Fritz, Krems-Thallern
  • Proidl, Senftenberg

Thermenregion

  • Gisperg, Teesdorf

Traisental

  • Dockner, Theyern
  • Hauleitner, Traismauer

Wagram

  • Bauer, Großweikersdorf
  • Sauerstingl, Fels am Wagram
  • Schuster, Großriedenthal

Weinviertel

  • Minkowitsch, Mannerdorf
  • Schwarzl, Niederrußbach
  • Sonnenhügel, Unterretzbach

Mostviertel

  • Zeillerner Mostgwölb, Zeillern
  • Zur Steinernen Birne, St. Peter/Au

Südsteiermark

  • Bockmoar, Wildon
  • Dreisiebner-Stammhaus, Ehrenhausen
  • Elsnegg, Gamlitz
  • Gross, Ratsch
  • Lieleg-Kollerhof, Leutschach
  • Polz, Spielfeld
  • Renner, Leutschach
  • Sabathi Hannes, Gamlitz
  • Skoff Peter, Gamlitz
  • spitzyPeitler, Leutschach
  • Tement, Berghausen
  • Tinnauer, Gamlitz
  • Tscheppe, Pössnitz
  • Tschermonegg, Glanz
  • Trabos, Gamlitz
  • Zweytick, Ratsch

Südoststeiermark

  • Klöcher Traminer Winzer, Klöch

Weststeiermark

  • Langmann vlg. Lex, St. Stefan/Stainz

Oberösterreich

  • Nußböckgut, Leonding

Der OÖ Sommelierverein präsentiert:

  • Jurtschitsch, Langenlois

 

 

Nachwuchssommelier 2015 – Edmond Gasser

Zum vierzehnten Mal wurde der “Nachwuchssommelier des Jahres” auf der ProWein in Düsseldorf gekürt. Die Jury konnten Edmond Gasser aus München, der den ersten Platz belegte, sowie der Zweitplatzierte Ronny Schreiber aus Heinsberg und die Drittplatzierte Luise Volkert aus Euskirchen, überzeugen.

Der Wettbewerb wird jährlich vom Magazin “Meiningers Sommelier” und dem Verband der Sommelier-Union Deutschland in Kooperation mit der Hotelfachschule Heidelberg, der Deutschen Wein- und Sommelierschule in Koblenz/Hamburg, der IHK München und dem International Wine Institute in Bad Neuenahr-Ahrweiler ausgeschrieben.

“Ein verdienter Sieg” urteilte die Jury, die den Sommelier Edmond Gasser zum Nachwuchssommelier 2015 kürte. Der gelernte Sommelier war um keine Frage verlegen und konnte besonders im praktischen Prüfungsteil seine profunden Kenntnisse unter Beweis stellen. Dabei kam ihm insbesondere seine Berufserfahrung in bekannten Restaurants der Spitzengastronomie, wie dem George V in Paris und dem Restaurant Königshof München, zu Gute. Sein Service am Gast zeigte nach Auffassung der Jury, dass hier ein Sommelier-Talent mit viel Sachkenntnis, Gefühl und Freude am Beruf den Gast souverän, eloquent und charmant bedient.

Edmond Gasser Nachwuchssommelier

 

Platz zwei ging an Ronny Schreiber, der sein “Handwerk” von Grund auf gelernt hat: Nach der Ausbildung als Restaurantfachmann folgte ein Auslandsaufenthalt in Australien. Danach folgte der Einstieg in die Spitzengastronomie: Erst als Chef de Rang später als Sommelier in der Burgstuben Residenz, zuletzt als Chef de Rang in Steinheuers Restaurant. Der dritte Platz wurde an Luise Volkert vergeben, die ihre Ausbildung im Hotel Lous C. Jacob in Hamburg begann und dort als Commis de Rang und Demi Chef de Rang arbeitete. Danach folgte die Position des Demi Chef de Rang im Restaurant Falco in Leipzig, derzeit ist sie Chef de Rang im Restaurant Landlust, Burg Flamersheim, Euskirchen.

16 Schüler der Hotelfachschule Heidelberg, der Deutschen Wein- und Sommelierschule in Koblenz und Hamburg, der IHK München, sowie vom International Wine Institute in Bad Neuenahr, hatten sich zum Wettbewerb angemeldet. Zu den Voraussetzungen für die Teilnahme gehören: Absolvent einer der genannten Schulen sowie keine weitere Wettbewerbserfahrung. Aus der schriftlichen Prüfung mit 35 Fragen wurden die besten Kandidaten für ein praktisches Prüfungs-Finale ermittelt. Fünf Kandidaten schafften den Einzug. Die Prüfung begann mit einer Weinbegleitung, die für ein vorgegebenes Menü anhand der Weinkarte zusammengestellt werden sollte. Anschließend wurde geprüft, wie gut sich der Sommelier in der Weinwelt auskennt. Weinregionen und Erzeuger mussten optisch erkannt und zugeordnet werden. Als dritte Aufgabe folgte eine Blindverkostung von zwei Weiß- und einem Rotwein, bei denen Eigenschaften wie Aussehen, Geruch, Geschmack, Rückschluss auf Wein-Art, Qualität, Rebsorte und Anbaugebiet definiert werden mussten.

Als nächstes wurde den Finalisten in den Einzelprüfungen eine fehlerhafte Weinkarte vorgelegt. Es galt hier vom einfachen Tippfehler über falsche Anbaugebiete und Qualitätsstufen die Fehler zu benennen.

Ein Hauptpunkt der praktischen Prüfung war auch dieses Jahr der klassische Service am Gast mit Servieren eines Champagners. Dazu gehören beispielsweise das Präsentieren des Champagners, das korrekte Öffnen der Flasche, das Reinigen des Flaschenhalses und das Verkosten, sowie Einschenken des Champagners. Während des Champagner-Service mussten die Kandidaten außerdem Fragen der “Gäste” beantworten. In diesem Fall nach der Bezeichnung “Ultra Brut”.

(Bild: Meininger-Verlag)

 

 

Verkostung Wiener Gemischter Satz DAC – Der Bisamberg 2013 – Weingut Lenikus

Hersteller:

Weingut Lenikus – www.weingutlenikus.at

Das Weingut Lenikus ist eigentlich noch sehr jung. Der Betrieb wurde 2008 gegründet und es werden Lagen mitten in Wien am Nussberg, Bisamberg und Reisenberg bewirtschaftet.
Der Eigentümer, Martin Lenikus, beschäftigt sich in erster Linie mit Immobilien wie dem Bau von exquisiten Wohnungen oder die Designhotels Hotel Topazz und Hotel Lamee. Wenn man es genau nimmt, so sind Weingärten auch Immobilien und somit passt es dann in das Portfolio.
Im Weinkeller zeichnet sich Erich Franz verantwortlich. Die Bewirtschaftung der Weingärten erfolgt biologisch und es werden mittlerweile rund 30 Hektar bewirtschaftet.

Die Weinbauflächen in Wien sind ja bekanntlich nicht allzu groß. So ist es um so erstaunlicher, dass auf so einem kleinen Gebiet so unterschiedliche Böden zur Verfügung stehen:

  • Löss
  • Schiefer
  • Muschelkalk
  • Urgestein
  • Flysch-Sandstein
  • usw.

Weingut Lenikus

 

Die unterschiedlichen Charaktere der Wiener Böden findet man auch auf den Etiketten vom Weingut Lenikus. So sind ehemalige Wiener Bewohner aufgedruckt. Tiere, die zu einer Zeit lebten, als sich die Gesteine formierten und noch das Meer im Wiener Becken plätscherte. Die folgenden Urzeittiere findet man auf den Weinetiketten:

  • Colius – Wiener Grüner Veltliner
  • Stachelschwein – Wiener Gemischter Satz DAC
  • Hirsch – Wiener Weisser Burgunder
  • Wollnashorn – Wiener Gemischter Satz DAC – Der Bisamberg
  • Nautilus – Grüner Veltliner – Der Nussberg
  • Urzeitpferd – Riesling – Der Reisenberg
  • Mammut – Grüner Veltliner – Jungenberg
  • Meeresschildkröte – Wiener Gemischter Satz DAC – Erinnerungsgarten
  • Höhlenlöwe – Wiener Cuvée – Grinzingersteig
  • Delfin – Wiener Rosé – Frizzante

 

Weingut Lenikus Bisamberg

 

Wiener Gemischter Satz DAC – Der Bisamberg 2013

Anbaugebiet: Wien
Ort: Wien
Land: Österreich
Jahrgang: 2013
Alkohol in Vol.: 13 %
Farbe: weiß
Geschmack: trocken
Restzucker: 3 g/l
Säure: 7,5 g/l
Füllmenge: 0,75 l
Verschluss: Schrauber
Preis: 21,- Euro
Die Weine vom Weingut Lenikus gibt es zum Beispiel bei Wein&Co und im ausgewählten Weinfachhandel zu kaufen.

Verkost-Zeitpunkt: März 2015

Der Wiener Gemischte Satz DAC – Der Bisamberg 2013 gedeiht auf Schotter und Löss und wurde klassisch im Stahltank ausgebaut.
Im Glas präsentiert er sich mit einem schönen Strohgelb mit grünen Reflexen. Die Nase meldet Apfel, Kräuter und Rosenduft.
Am Gaumen sehr vollmundig. Frische Säurestruktur; leichtes prickeln. Tropische Früchte. Zitrone. Kräuter.
Mineralischer Nachhall.

 

(Fotos: Weingut Lenikus u. eigenes Bild)

 

Weinviertel DAC Jahrgang 2014 on Tour, Linz

Am 3. März machten die Winzer aus dem Weinviertel Halt in Linz und stellten den neuen Jahrgang Weinviertel DAC vor.

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Mehr als 120 Winzer aus dem Weinviertel waren im Design Center in Linz vertreten und haben ihren Weinviertel DAC zum Verkosten angeboten. Die Veranstaltung war sehr gut besucht, aber trotzdem konnte ich einige nette Gespräche mit den verschiedenen Winzerinnen und Winzern führen.
Es wurden die klassischen Weinviertel DACs angeboten, aber auch einige Weinviertel DAC Reserven konnten verkostet werden.

Die Jahrgang 2014 stellte sich sehr unterschiedlich dar.

Da gab es einerseits die wunderbar feinen, frischen und fruchtigen Weine. Natürlich mit der würzigen, gebietstypischen Würze.
Aber da gab es heuer leider auch viele Weinviertel DACs die von der Nase über den Gaumen und Abgang einfach nur leer waren.

Die folgenden Weingüter blieben mit ihren Weinviertel DAC oder Weinviertel DAC Reserve besonders positiv in Erinnerung:

  • Weingut Christoph Bauer, Jetzelsdorf
  • Weingut Harald Breitenfelder, Kleinriedenthal
  • Weingut Hagn, Mailberg
  • Weingut Hirtl, Poysdorf
  • Weingut Hofer, Auersthal
  • Weingut Jatschka, Stetten
  • Weingut Jungmayr, Ebersbrunn
  • Weingut Julius Klein, Pernersdorf
  • Weingut Pfaffl, Stetten
  • Weingut Pröglhöf
  • Weingut Schödl, Loidesthal
  • Weingut Sonnenhügel – Schleinzer, Unterretzbach
  • Weinbau Strell, Gr. Wetzdorf
  • Weingut Zeilinger Christian, Hohenwarth
  • Weingut Phillip Zull, Schrattenthal

 

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So unterschiedlich wie sich die Weinviertel DAC Weine präsentierten, so fielen auch die Mengen bei den Winzern aus. Wie ich in den Gesprächen feststellen konnte, sind die Mengen nach den Regionen sehr unterschiedlich.
Da gab es Regionen und Winzer, die hatten Einbußen von über 70 % zu normalen Jahrgängen. Und dann gab es wiederum Regionen und Weingüter, die konnten Mengen ganz dem Jahresschnitt entsprechend ernten. Das Wetter war 2014 teilweise sehr unterschiedlich und dies schlägt sich nun in den Mengen nieder.

Ich kann nur sagen, dass es sich wieder um eine gelungene Veranstaltung gehandelt hat!

Weitere Termine und somit die Möglichkeit, den neuen Weinviertel DAC Jahrgang 2014 zu verkosten gibt es in:

  • Salzburg, Amadeus Terminal 2, Salzburg Airport, 23. März 2015
  • Götzis, Kulturbühne Ambach, 24. März 2015
  • München, Tonhalle, 25. März 2015

Und noch ein Tipp für alle, die etwas Geld beim Weinverkosten sparen wollen: Mit dem folgenden Gutschein bekommt man den Eintritt um 2,- Euro billiger: Gutschein für Weinviertel DAC Tour.

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Weinjahr 2014 – geringe Mengen

Die Witterungsbedingungen haben es den österreichischen Winzern 2014 alles andere als leicht gemacht!

Der Winter war sehr mild. Dann startete ein schöner, aber trockener Frühling. Gefolgt von einem nassen und kühlen Mai. Dann gab es eine kurze Hitzewelle. Und den Sommer haben wir noch gut in Erinnerung. Feuchte Witterung den gesamten Sommer über. Der August war trüb und es gab wenig Sonne. Und im September, da wo normalerweise die Hauptlese stattfindet, war es zur Abwechslung mal: noch nasser. Etwas besser war es dann erst im Oktober.
Das Wetterglück war somit nicht auf der Seite der Winzer und war eine große Herausforderung.

Die Weinernte 2014 lag mit zwei Millionen Hektoliter deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt. Gegenüber 2013 waren es im Schnitt 16 Prozent weniger.
Noch weniger war es nur in den Jahren

  • 2010 – 1,7 Mio. hl
  • 1997 – 1,8 Mio. hl
  • 1993 – 1,9 Mio. hl

Besonders stark hat es den Rotwein erwischt. Da gibt es ein Minus von 29 Prozent gegenüber 2013. Bei Weißwein gab es ein Minus von 9 Prozent zu 2013.

WeinernteÖsterreich2014

 

Folgend die einzelnen Bundesländer im Detail:

Burgenland

Bei der Weinernte 2014 gab es im Burgenland ein Minus von 26 Prozent zu 2013. Die Weinernte lag bei rund 513.000 Hektoliter.
Die Lagenweine werden 2014 aufgrund der fehlenden Zuckereinlagerungen eher rar sein oder ganz entfallen.

Niederösterreich

Von der Leitsorte Grüner Veltliner gibt es einige hervorragende Vertreter. Diese durfte ich bereits bei der Weinviertel-DAC-Tour in Linz verkosten.
Aber speziell das Weinviertel war besonders stark von den Einbußen betroffen. Einzelne Regionen und Winzer hatten Einbußen von über 70 Prozent. Im Schnitt gab es im Weinviertel Einbußen von 39 Prozent.
Bezogen auf das gesamte Bundesland Niederösterreich war das Minus rund 13 Prozent zu 2013.

Steiermark

Die Weißweine in der Steiermark präsentieren sich fruchtbetont und trinkfreudig, bei einem etwas geringerem Alkoholgehalt als üblich.
Bei den Weißweinen gab es in der Steiermark ein moderates Minus von 6 Prozent. Bei den Roten war das Minus um einiges kräftiger: Minus 22 Prozent zu 2013.

Wien

Hier hat es speziell den berühmten Nussberg erwischt. Anfang Mai gab es da ein kräftiges Hagelunwetter. Mehr Glück hatten die Winzer der Weingärten am Bisamberg und in Mauer. In Wien bedeutete das Jahr 2014 einen Rückgang von rund 20 Prozent.

 

Im November 2014 wurde die Ertragsmenge noch etwas höher eingeschätzt. Nachzulesen unter:

Österreichs Wein 2014 – das intensive Arbeitsjahr

 

(Grafik: Statistik Austria)

 

Weinveranstaltungen 2015 in Deutschland

Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude. Daher sammle ich hier bereits jede Menge Weinevents die heuer stattfinden.
Fehlt eine Weinveranstaltung? Bitte um Rückinfo. Ich ergänze gerne die Auflistung der Weinveranstaltungen 2015.

Danke für die Unterstützung!

  • ProWein Düsseldorf
    15. bis 17. März 2015

Johann Schwarzl

Gestern haben wir leider eine ganz traurige Nachricht erhalten.
Hans Schwarzl (Weingut Schwarzl, Südsteiermark) ist letzte Woche verstorben.
Ein Schock für uns alle!

 

Hans Schwarzl

Wir kennen die Familie Schwarzl aus Ratsch an der Weinstraße seit vielen Jahren. Egal wann und wo ich Hans angetroffen habe, er war immer ein extrem netter und lustiger Mensch. Er war immer gut aufgelegt, freundlich und ein stets geselliger Mensch!

Die Familie und der Wein.

So wie ich ihn erlebt habe, war das stets der Lebensmittelpunkt von Hans.

Wenn Hans von seiner Familie sprach, da leuchteten seine Augen. Speziell auf seinen Sohn und seine beiden Töchter war er immer ganz besonders stolz. Dann in jüngster Vergangenheit natürlich seine Enkelkinder.
Der Wein begleitete Hans und seine Frau Charlotte die letzten Jahrzehnte. Aber nicht nur im Weingarten und Weinkeller war Hans in seinem Element. Er war liebend gerne in Oberösterreich bei den Kunden und seinen Freunden unterwegs. Seine 2. Heimat wie er immer wieder betonte.

Lieber Hans, Du bleibst uns stets in bester Erinnerung!

 

 

Sektsteuer verfassungswidrig

Ich habe bzgl. der wieder eingeführten Schaumweinsteuer – kurz Sektsteuer – hier schon berichtet . Seit 1. März 2014 gibt es in Österreich wieder die Schaumweinsteuer von 1,- Euro pro Liter.

Nun findet das Bundesfinanzgericht sehr deutliche Worte, was die Sektsteuer betrifft. Das Bundesfinanzgericht ortet schwere Verstöße gegen die Grundsätze

  • Erwerbsfreiheit
  • Eigentum
  • Gleichheit

und hält somit die letztes Jahr eingeführte Schaumweinsteuer für verfassungswidrig. Nun gibt es die klare Empfehlung der Richter, dass die Sektsteuer wieder aufgehoben wird. Damit muss sich nun der Verfassungsgerichtshof befassen und eine Entscheidung treffen.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich der VfGH mit der Sektsteuer befassen muss. Bereits letztes Jahr im Juni war dies ein Thema, aber da wurde der Antrag formal abgewiesen. Nun musste es zuerst über das Finanzgericht laufen, bevor sich die Höchstrichter erneut damit beschäftigen. Tja, so vergeht auch die Zeit….

Eines zeigte das Finanzgericht auch noch auf: Die Einnahmen 2014 aus der Sektsteuer betragen ungefähr so viel wie diese Steuer auch an Kosten verursacht. Somit alles andere als sinnvoll!

 

 

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Weinverkostungen

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