ROTWEIN – WEISSWEIN – Der WeinBlog für Geniesser

Österreich

Schilcherland DAC – neues Weinbaugebiet

Das ehemals als Weststeiermark bezeichnete Weinbaugebiet ist nun das zehnte, spezifische DAC-Weinbaugebiet in Österreich.

Schilcherland DAC

 

Im Schilcherland DAC wird aus der roten Rebsorte Blauer Wildbacher der als Rosé bekannte Schilcher vinifiziert. Nur Qualitätsweine dürfen als „Schilcherland DAC Klassik“ oder „Schilcherland DAC“ mit verpflichtender Angabe einer Riede vertrieben werden. Weiters wurde definiert, dass die Trauben mit der Hand geerntet werden müssen und der Wein darf auch nur in Glasflaschen abgefüllt werden. 1 oder 2-Liter-Gebinde sind nicht erlaubt.

 

Schilcherland DAC Klassik

Trocken, Alkoholgehalt zwischen 11,0 und 12,0 % Vol.
Geschmack: frisch-fruchtig. Aromen von Erdbeeren, roten Johannisbeeren und Himbeeren. Auch Noten von Holunderblüten gelt als klassisch. Ein Holzton darf nicht zu schmecken sein.

Schilcherland DAC

Trocken, Alkoholgehalt mindestens 12,0 % Vol.
Angabe Ried vor dem Riednamen.
Geschmack wie beim „Schilcherland DAC Klassik“ , jedoch kräftiger und würziger.

 

Nun wurde die DAC-Verordnung entsprechend angepasst und Schilcherland DAC reiht sich bei den DAC-Weinbaugebieten ein.

DAC Weinbaugebiet: Schilcherland DAC

 

Die 10 DAC-Weinbaugebiete in Österreich:

  • Weinviertel DAC
  • Mittelburgenland DAC
  • Traisental DAC
  • Kremstal DAC
  • Kamptal DAC
  • Leithaberg DAC
  • Eisenberg DAC
  • Neusiedlersee DAC
  • Wiener Gemischter Satz DAC
  • Schilcherland DAC

 

(Bild: DAC-Gebiete2017 – Quelle: ÖWM)

 

Weinjahrgang 2017 in Österreich

Der Österreichische Weinbauverband hat in einer Pressekonferenz den neuen Weinjahrgang 2017 betrachtet. Details lieferte der Weinbau-Präsident Johannes Schmuckenschlager.

Zahlreiche, zum Teil schwere Hagelunwetter, extreme Hitze und Trockenheit – das alles hat dem Weinjahrgang 2017 insgesamt nicht geschadet.

Der Weinbau hat den außerordentlich intensiven Hitzesommer gut überstanden und der heurige Jahrgang kann nun mit vollreifen Trauben punkten. Österreichs Winzerinnen und Winzer blicken einer mengenmäßig guten, im langjährigen Durchschnitt liegenden Ernte mit sehr reifen und gesunden Weintrauben entgegen. Nach dem schwierigen Weinjahr im Vorjahr, in dem die Weinbauern wegen des extremen Spätfrostes nicht mehr als zwei Millionen Hektoliter einbringen konnten, wird für 2017 eine Weinernte von 2,3 Millionen Hektoliter erwartet.

Ein witterungsmäßig für den Wein passendes Frühjahr brachte es mit sich, dass unsere Weinbauern optimistisch in die heurige Vegetationsphase starten konnten. Zwar gab es auch 2017 gebietsweise wieder Spätfrostschäden, diese fielen aber bei weitem nicht so umfangreich aus, wie im Vorjahr. Nach einer schönen Blüte gab es in einigen Regionen noch Niederschläge, ehe der Weinbau, wie auch andere Kulturen, in einen heißen und trockenen Sommer startete.
Trockenheit und lange Hitzeperioden weit jenseits der 30-Grad-Celsius-Marke brachten vor allem Weingärten auf seichtgründigen Böden und Junganlagen an ihre Belastungsgrenze. Bewässerungsanlagen, wo vorhanden, waren im Dauereinsatz und die Winzer setzten weinbautechnische Maßnahmen, um dem Trockenstress gegenzusteuern. So wurden in Junganlagen vielfach die Trauben abgeschnitten, um die Rebstöcke vital zu erhalten. Mitte August brachten einige Gewitterregen für viele Gebiete einigermaßen Entspannung.

Wenn es die Witterung bis zur Lese weiterhin so gut meint, steht uns mit dem Jahrgang 2017 ein sehr guter, vollreifer Weinjahrgang mit etwas höheren Alkoholgehalten und geringerer Säure als im Vorjahr ins Haus.

Mengenmäßig wird derzeit eine gute Durchschnittsernte erwartet. Zwar müssen als Wermutstropfen neben dem Spätfrostereignis im Frühjahr punktuell über ganz Österreich aufgetretene Hagelschläge genannt werden, doch beeinflussten diese Ereignisse die Ernteerwartungen nicht wesentlich.

Steiermark

Die Steiermark, die von der Trockenheit nicht so betroffen war, erwartet sowohl mengen- als auch qualitätsmäßig einen sehr guten Jahrgang. Die Steiermark hatte ja durch die massiven Frostschäden im Vorjahr eine besonders kleine Weinernte zu verzeichnen.

Burgenland

Das Burgenland geht von einer Normalernte aus, wobei heuer gerade beim Rotwein von hohen Qualitätserwartungen ausgegangen werden kann.

Niederösterreich und Wien

Niederösterreich und Wien erwarten eine mengenmäßig gute Normalernte.

 

Es gibt noch einen kleinen Unsicherheitsfaktor bei der Menge. Denn die Beeren bleiben aufgrund der Trockenheit etwas kleiner und daher warten wir gespannt auf die Mostausbeute. Nach Schätzungen der einzelnen Weinbaugebiete kann für heuer mengenmäßig von einer Durchschnittsernte in der Höhe von 2,3 Millionen Hektoliter ausgegangen werden. Diese Menge könnte durch günstige Niederschläge während der Reifephase noch etwas höher zu liegen kommen.

 

Österreichs Weinexporte boomen

Die Weinernten waren von 2011 bis 2016 eher klein. Trotz dieser kleiner Ernten gibt es für 2016 einen erneuten Exportumsatzrekord. Die Weinexporterlöse sind im Jahr 2016 auf eine neues Rekordniveau von 148 Millionen Euro gestiegen.

Speziell bei den hochwertigen Flaschenweinen gab es ein markantes Absatzplus von 1,8 Millionen Liter, was einer Umsatzsteigerung von 5,2 Millionen Euro in diesem Segment bewirkte. Speziell die Qualitäts-Weißweine in der Flasche legten kräftig zu. Die Umsätze für Fassweine gingen zurück.
Der Durchschnittspreis aller Weinexporte ist auf 3,05 Euro pro Liter gestiegen.

Wein-Exporte

Hauptverantwortlich für die gute Exportentwicklung sind Märkte außerhalb der Europäischen Union. Die Schweiz inklusive Liechtenstein, die USA, Norwegen, Kanada, Hongkong und Australien bilden dabei die Spitze. Mit einem Plus von fast 12 % übertrafen die USA-Exporte erstmals die 12 Mio. Euro-Marke.

Gestiegen sind auch die Qualitätsweinexporte nach Deutschland. Das Statistische Bundesamt Wiesbaden weist einen Zuwachs des Importwerts von österreichischem Wein von über 10 % für 2016 aus. Bei den anderen EU-Ländern weisen die Niederlande, Belgien, die Tschechische Republik, Finnland, Dänemark, die Slowakei, Polen und Irland deutliche Steigerungen auf.

 

Weinjahr 2013 in Österreich

Das österreichische Weinjahr 2013 hatte einige Überraschungen parat und so gab es einige knifflige Aufgaben für die Winzer zu lösen.

Die Prognosen vom Oktober 2013 gehen davon aus, dass die Weinernte 2013 in Österreich um ca. 5 % gegenüber 2012 aus fällt. Dies entspricht rund 2,25 Millionen hl. Nicht so positiv ist jedoch, dass diese Menge um 6 bis 7 Prozent im fünf jährigen Durchschnitt liegt.

Wichtig für alle Weinliebhaber: die Winzer sind mit der Qualität sehr zufrieden und es zeichnet sich ein fruchtiger, angenehm trinkbarer Jahrgang ab.

Der Austrieb erfolgt aufgrund vom langen Winter später als im Jahr davor. Größere Frostschäden blieben den Winzern aber heuer erspart. Im Juni war das Wetter für die Blüte nicht sehr optimal. Zuerst gab es Hitze. Dann folgte nasses, kaltes Wetter. Die Folge war eine schlechtere Befruchtung und es gab Verrieselungen.
Speziell die Wachau, das Kremstal und Kamptal und das nördliche Weinviertel waren davon betroffen. Dies wirkte sich auf negativ auf die Erntemenge aus.

Der Sommer war heuer dann heiß und trocken. Der Reifefortschritt wurde dadurch gehemmt. Bei jungen Weingärten gab es dann Troubles mit der Wasserversorgung.
Die Anzahl der Hagelunwetter war 2013 eher gering. Ganz verschont wurden die Winzer aber nicht. Speziell in Niederösterreich und Burgenland gab es einige Hagelschäden.
Im September gab es dann jede Menge Niederschlag. Durch die Niederschläge gab es das Risiko, dass die Trauben aufplatzen. Da mussten die Winzer dann entscheiden: früh lesen oder noch abwarten. Mit sorgfältiger Arbeit im Weingarten konnte da viel gewonnen werden.

Nach den ersten Jungweinen zu beurteilen, bin ich überzeugt, dass wir einen sehr guten Weinjahrgang 2013 bekommen werden. Fruchtig und frisch und auch jede Menge gute Lagenweine, mit denen wir in einigen Jahren eine Freude haben werden.

 

Weltweiter Weinkonsum steigt

Heute habe ich einige Informationen und Zahlen zum weltweiten Weinkonsum und Weinproduktion.

Im letzten Jahr wurden laut der „Internationalen Organisation für Rebe und Wein“ – kurz OIV – um ca. drei Millionen Hektoliter Wein mehr als im Jahr davor getrunken. Insgesamt wurden damit weltweit über 244 Millionen Hektoliter Wein konsumiert. In den Jahren davor – 2009 und 2010 – war der Weinkonsum weltweit zurück gegangen. Nun gab es 2011 wieder einen leichten Anstieg beim weltweiten Weinkonsum.

Der meiste Wein wird nach wie vor in Frankreich getrunken. Fast 30 Millionen Hektoliter tranken die Franzosen 2011. In Italien betrug der Weinkonsum rund 23 Millionen Hektoliter, in Spanien wurden über 10 Millionen Hektoliter Wein getrunken.

Weitere große Weintrinker sind zum Beispiel die USA mit rund 28,5 Mio. hl, Deutschland mit ca. 20 Mio. hl, Großbritannien fast 13 Mio. hl und China mit rund 17 Millionen Hektoliter Wein.

Die Weinproduktion beläuft sich für 2011 auf rund 265 Millionen Hektolitern. Die Produktion wird als schwach eingestuft, da der Durchschnitt für die weltweite Weinproduktion von 2006 bis 2010 bei 271 Millionen Hektolitern liegt.

Die größten Rebflächen gibt es in Europa, denn 57 Prozent der Reben wachsen bei uns in Europa. Jedoch werden nur rund 44 % der weltweinten Traubenproduktion in Europa erzeugt. In Asien werden rund ein Drittel und in Amerika ca. 21 % produziert. In Afrika ca 6 % und ca. 3 % der Trauben kommen aus Ozeanien.

Eine Zunahme gibt es beim weltweiten Weinhandel. Die weltweiten Weinexporte betragen mittlerweile fast 100 Millionen Hektoliter. Exportweltmeister beim Wein ist Italien mit über 24 Mio. hl, gefolgt von Spanien mit über 22 Mio. hl, Frankreich mit über 14 Mio. hl. An vierter Stelle ist Australien mit ca. 7 Mio. hl, gefolgt von Chile mit 6,6 Mio. hl und USA mit rund 4 Mio. hl.

 

 

Weinkonsum trotzt der Krise

Der österreichische Weinbau behauptet sich auch in der derzeitigen Krise. Der Weinexport konnte 2008 zulegen auf über 113 Millionen Euro, was einem Plus von 8,5% gegen über dem Vorjahr und somit ein Rekordergebnis bedeutet. Das Weinjahr 2008 an sich war kein leichtes für die Österreichischen Winzer. Die Ernte selbst war 2008 aufgrund der Witterungsverhältnisse (Lese dauerte teils bis zu 2 Monate) sehr arbeitsintensiv. Die Erntemenge wird für 2008 über dem langjährigen Schnitt liegen und dürfte zwischen 2,8 und 3 Millionen hl erreichen.

Die wichtigsten Wein-Exportländer sind Deutschland – 57%, Schweiz – 12% und die USA – 7%.

Wein aus Österreich jpk export1985 2008

 

Auch in Österreich konnten die Marktanteile des österreichischen Weins zulegen. Speziell im Ab-Hof-Verkauf und im Lebensmittelhandel konnten Zuwächse verzeichnet werden. Hier wurde auch festgestellt, dass die Konsumenten mehr zu hochwertigeren und teureren Weinen greifen.

Wein aus Österreich jpk flaschenexport2008

 

Der Trend zum Weißwein setzt sich weiterhin fort, wobei der Absatz von Rotwein eher konstant bleibt. Im Schnitt trinkt jeder Österreicher ca. 30 Liter Wein pro Jahr aus Österreich.

(Grafiken: ÖWM – www.weinausoesterreich.at)

Verkostung Weißwein – Weingut Strohmaier Thomas – Gelber Muskateller 2006

Hersteller:

Weingut Thomas Strohmaier – http://strohmaier.schilcher.com

Anbaugebiet: Österreich, Weststeiermark
Alkohol in Vol.: 12 %
Geschmack: trocken, sehr fruchtig
Restzucker: 4 g/l
Säure: 6,8 g/l
Rebsorte(n): Muskateller
Jahrgang: 2006
Füllmenge: 0,75 l
Verschluss: Schraubverschluss
Preis: 7,– Euro

Verkost-Zeitpunkt: Oktober 2008

Strohmaier Steiermark

Verkost-Notiz:
Einer meiner Lieblingsweine!
Leicht und sehr süffig. Tolle Frucht. Würzige Muskat-Aromen, aber doch auch die klassische, steirische Säure.
Der schmeckt mir einfach.

(Bild: http://strohmaier.schilcher.com )

Österreichs beste Weissweine 2008

„Österreichs beste Weissweine 2008“ – so lautet der Titel des neuen Buches von Walter Tucek und Helmut Knall.
Auf 160 Seiten werden über 400 aktuelle Weine verkostet, beschrieben und bewertet.

Die Weine sind mit einer ausführlichen Verkostungsnotiz beschrieben und mit einer Wertung von 1 bis 5 bewertet. Insgesamt 8 Kriterien wurden erfasst, welche bei jedem einzelnen Wein die zutreffenden Eigenschaften beschreiben. Zum Beispiel: Trinkspass, Eleganz, Lagerfähigkeit, Preis-Leistungs-Verhältnis, etc.

Um 9,90 Euro können Sie dieses gebundene Buch erwerben, welches im Juni 2008 erschienen ist.

Verkostung Rotwein – Lenz Moser – Blaufränkisch Selection 2005

Hersteller:

Lenz Moser – http://www.lenzmoser.at/

Anbaugebiet: Österreich, Burgenland
Alkohol in Vol.: 13,5 %
Geschmack: trocken

Rebsorte(n): Blaufränkisch
Jahrgang: 2005
Füllmenge: 0,75 l
Verschluss: Kork
Preis: 5,–

Verkost-Zeitpunkt: Oktober 2008

 

Verkost-Notiz:
Ein trockener Rotwein aus dem Mittelburgenland.
Farbe: rubinrot und etwas violetter Schimmer.
Feines, fruchtbetontes Aroma. Brombeeren.
Idealer Speisebegleiter zu Wild oder Nudelgerichten und diverse Käsesorten.

Roséwein erfreut sich steigender Beliebtheit

Der Rosé wurde jahrelang als Stiefkind von der österreichischen Weinwirtschaft behandelt. Doch nun erfreut er sich steigender Beliebtheit bei den Winzern, aber auch bei den Weinliebhabern. Dies lässt sich auch am Plus der Produktionsmenge in den letzen Jahren erkennen.

Wie wird Roséwein erzeugt?

Mancherort geht die Meinung um, ein Rosé ist ein Verschnitt aus Rot- und Weißwein. Dies ist aber falsch! In Österreich ist lt. Weingesetz das Vermischen von Rotwein und Weißwein verboten. Der Rosé wird ausschließlich aus Rotweintrauben erzeugt. Nachdem die Rotweintrauben gelesen wurden, werden diese gerebelt und gequetscht.

WeinbergSchale, Fruchtfleisch und Kerne bilden die Maische. In den Schalen befinden sich die blauroten Farbstoffe und diese werden dadurch ausgelaugt.

Der Rosé erhält seine rosa Farbe durch eine kurze Maischestandzeit von nur einigen wenigen Stunden. Anschliessend wird der Most abgepresst und wie Weißwein vergärt.

Oftmals wird der Rosé auch zu einem prickelnden Vergnügen verarbeitet. Vielleicht probieren Sie einmal einen Rosésekt oder einen Roséfrizzante.

Prost!

(Bild: aboutpixel.de © Gernot Weiser )

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