ROTWEIN – WEISSWEIN – Der WeinBlog für Geniesser

Weinjahr

Der Jahrgang 2016 aus der Südsteiermark

Das Jahr 2016 war eine Herausforderung für die Winzer in der Südsteiermark. Wie hinlänglich bekannt ist, gab es Ende April einen schlimmen Spätfrost, wodurch sehr viele Triebe geschädigt wurden. Vielen war bereits im Mai 2016 klar, dass die Menge vom Jahrgang 2016 sehr gering ausfallen wird. Einige Winzer haben damals schon reagiert und Weine vom 2015er Jahrgang zurückgehalten. Daher können nun – im Sommer 2017 – auch Weine vom 2015er-Jahrgang angeboten werden. Beim 2016er-Jahrgang gibt es aufgrund vom Frost 2016 nur sehr geringe Erträge. Je nach Weingut nur 20 bis 30 Prozent einer Normalernte. Jedoch gibt es teils sehr gute Weine. Dazu hat der schöne Herbst 2016 seinen Beitrag geliefert.

 

 

Viele Winzer in der Südsteiermark haben einfach eine kleine Menge vom Jahrgang 2016. Sie sind keine Kompromisse eingegangen und haben auch keine Trauben aus anderen Regionen zugekauft. Diesen Winzern ist die Herkunft ganz wichtig und sind der Qualität ihrer Weine verschrieben.
Andere Weinhersteller haben aus anderen Regionen Trauben zugekauft. So gibt es zum Beispiel oftmals Weine aus Slowenien. Aber auch spezielle „Freunde“-Projekte wurden gestartet, wo dann Weine mit Trauben aus Neuseeland, Deutschland oder Frankreich erzeugt wurden.

Beim Weineinkauf ist einfach wichtig, dass man sich nicht von den großen Namen einzelner Winzer täuschen lässt. Mein Tipp: Das Etikett genau lesen!
Die Herkunft der Weine ist überall klar angeführt. Somit sollte nicht passieren, dass man meint, einen Sauvignon Blanc aus der Südsteiermark gekauft zu haben, dieser dann aber unerwartet komplett anderes schmeckt, weil die Trauben beispielsweise aus Neuseeland kommen.

Alle Winzer aus der Südsteiermark, mit denen ich in den letzten Wochen gesprochen habe, sind voller Zuversicht für den neuen Jahrgang 2017. Trotz einem erneuten Frost, der wieder Ende April über das Land zog. Die Schäden vom Frost 2017 sind für die Südsteirer überschaubar.

 

Ab in die Steiermark und Wein verkosten und kaufen!

Wer gerne Weine aus der Steiermark trinkt, der bekommt derzeit auch noch ausreichend Weine vom Jahrgang 2016. Es ist nicht so, wie in Medien teilweise dargestellt, dass es keine Weine vom Jahrgang 2016 gibt. Ja, es gibt weniger. Aber derzeit bekommt man bei vielen Winzern hervorragende Weine. Man muss nur in die Steiermark fahren und die Weine selbst Vorort bei den Winzern verkosten. Vermutlich werden im Laufe des Sommers bzw. in den Herbst hinein die einzelnen Sorten dann weniger und Ausverkauft sein.

 

 

 

Weinkaufen im Supermarkt

Wein kann man direkt beim Winzer ab Hof kaufen. Dies hat natürlich den Vorteil, dass man mit dem Hersteller fachsimpeln und den Wein gemeinsam verkosten kann. Eine andere Möglichkeit ist, dass man eine der vielen Weinveranstaltungen / Weinverkostungen besucht. Da hat man die Möglichkeit, die verschiedensten Weine zu verkosten und miteinander zu vergleichen. Oftmals sind bei den Weinevents auch die Winzer persönlich vor Ort und so kann man sich auch von den Winzern beraten lassen und angenehme Gespräche führen.
Oder man kauft seinen Wein im Supermarkt. Und es gibt gar nicht so wenige Leute, die Wein im Supermarkt kaufen.

Doch wenn man Weinbewertungen für Supermarkt-Weine sucht, wird man nicht immer fündig. Es gibt zum Beispiel den Falstaff-Weinguide oder Weinbewertungen von Vinaria. Doch meist sind die Supermarkt-Weine hier nicht vertreten.
Dies haben auch die beiden Autoren Alexander Jakabb und Konrad Hackl erkannt und haben dafür ein eigenes Buch geschrieben: Weinkaufen im Supermarkt. Das Buch erscheint bereits zum siebten Mal.

Für das Buch „Weinkaufen im Supermarkt“ Ausgabe 2014 sind die Autoren in den gängigen Supermärkten in Österreich einkaufen gewesen und haben dort die Weine gekauft und unter die Lupe genommen. Zusätzlich waren die beiden auch noch bei Wein & Co, Domäne Wachau oder bei Lenz Moser shoppen. Im Buch sind die Weine auch nach den Supermärkten sortiert. Natürlich kann es vorkommen, das Weine nicht nur im angeführten Supermarkt erhältlich sind, sondern auch in anderen Märkten gelistet sind.
Es wurden ausschließlich Weine bis zu 13,- Euro getestet. Mehr als 1000 Weine wurden blind verkostet und die 500 besten österreichischen Weine werden im Buch angeführt.
Weine aus den Supermärkten wie Billa, Spar, Hofer, Lidl, Maximarkt, Merkur, Norma, Penny, Unimarkt oder Zielpunkt sind unter anderem vertreten.

Weinkauf-im-Supermarkt

 

Pro Wein gibt es die folgenden Informationen:

  • Rebsorte
  • Alkoholgehalt
  • Hersteller und Ort
  • Bundesland
  • Geschmack
  • Kurze Weinbeschreibung
  • Speiseempfehlung
  • Abbildung der Weinflasche
  • Supermarkt, wo der Wein erhältlich ist und der Listenpreis im Supermarkt.

Weiters wurden die Weine im Drei-Flaschen-Bewertungssystem eingeteilt:

  • Eine Flasche: guter Wein
  • Zwei Flaschen: sehr guter Wein
  • Drei Flaschen: hervorragender Wein

Für alle Weinliebhaber, die gerne im Supermarkt Wein kaufen, ist dieses Buch sicher eine nette Unterstützung beim Weinkauf. Ansonsten kann man auch zum Beispiel Weinwelt.at empfehlen, wo umfangreiche Beschreibungen beim jeweiligen Wein zu finden sind. Gute Wein-Schnäppchen kann man dann machen, wenn die Supermarktketten ihre 25%-Aktionen auf alle Weine anbieten.
Ansonsten kaufe ich gerne die Weine direkt bei den Winzern. Da gibt es da persönliche Gespräch, die Möglichkeit zur Verkostung und den Weineinkauf kann man mit einem netten Ausflug kombinieren.

Das Buch „Weinkaufen im Supermarkt“ gibt es aktuell bei Amazon nur in der Ausgabe für 2013. Ansonsten kann man das aktuelle Buch direkt bei den Autoren – www.weinkaufen.at – um 9,90 Euro oder im Buchhandel kaufen.

(Bild: eigenes Foto)

 

 

 

Weinjahr 2013 in Österreich

Das österreichische Weinjahr 2013 hatte einige Überraschungen parat und so gab es einige knifflige Aufgaben für die Winzer zu lösen.

Die Prognosen vom Oktober 2013 gehen davon aus, dass die Weinernte 2013 in Österreich um ca. 5 % gegenüber 2012 aus fällt. Dies entspricht rund 2,25 Millionen hl. Nicht so positiv ist jedoch, dass diese Menge um 6 bis 7 Prozent im fünf jährigen Durchschnitt liegt.

Wichtig für alle Weinliebhaber: die Winzer sind mit der Qualität sehr zufrieden und es zeichnet sich ein fruchtiger, angenehm trinkbarer Jahrgang ab.

Der Austrieb erfolgt aufgrund vom langen Winter später als im Jahr davor. Größere Frostschäden blieben den Winzern aber heuer erspart. Im Juni war das Wetter für die Blüte nicht sehr optimal. Zuerst gab es Hitze. Dann folgte nasses, kaltes Wetter. Die Folge war eine schlechtere Befruchtung und es gab Verrieselungen.
Speziell die Wachau, das Kremstal und Kamptal und das nördliche Weinviertel waren davon betroffen. Dies wirkte sich auf negativ auf die Erntemenge aus.

Der Sommer war heuer dann heiß und trocken. Der Reifefortschritt wurde dadurch gehemmt. Bei jungen Weingärten gab es dann Troubles mit der Wasserversorgung.
Die Anzahl der Hagelunwetter war 2013 eher gering. Ganz verschont wurden die Winzer aber nicht. Speziell in Niederösterreich und Burgenland gab es einige Hagelschäden.
Im September gab es dann jede Menge Niederschlag. Durch die Niederschläge gab es das Risiko, dass die Trauben aufplatzen. Da mussten die Winzer dann entscheiden: früh lesen oder noch abwarten. Mit sorgfältiger Arbeit im Weingarten konnte da viel gewonnen werden.

Nach den ersten Jungweinen zu beurteilen, bin ich überzeugt, dass wir einen sehr guten Weinjahrgang 2013 bekommen werden. Fruchtig und frisch und auch jede Menge gute Lagenweine, mit denen wir in einigen Jahren eine Freude haben werden.

 

Weinkonsum trotzt der Krise

Der österreichische Weinbau behauptet sich auch in der derzeitigen Krise. Der Weinexport konnte 2008 zulegen auf über 113 Millionen Euro, was einem Plus von 8,5% gegen über dem Vorjahr und somit ein Rekordergebnis bedeutet. Das Weinjahr 2008 an sich war kein leichtes für die Österreichischen Winzer. Die Ernte selbst war 2008 aufgrund der Witterungsverhältnisse (Lese dauerte teils bis zu 2 Monate) sehr arbeitsintensiv. Die Erntemenge wird für 2008 über dem langjährigen Schnitt liegen und dürfte zwischen 2,8 und 3 Millionen hl erreichen.

Die wichtigsten Wein-Exportländer sind Deutschland – 57%, Schweiz – 12% und die USA – 7%.

Wein aus Österreich jpk export1985 2008

 

Auch in Österreich konnten die Marktanteile des österreichischen Weins zulegen. Speziell im Ab-Hof-Verkauf und im Lebensmittelhandel konnten Zuwächse verzeichnet werden. Hier wurde auch festgestellt, dass die Konsumenten mehr zu hochwertigeren und teureren Weinen greifen.

Wein aus Österreich jpk flaschenexport2008

 

Der Trend zum Weißwein setzt sich weiterhin fort, wobei der Absatz von Rotwein eher konstant bleibt. Im Schnitt trinkt jeder Österreicher ca. 30 Liter Wein pro Jahr aus Österreich.

(Grafiken: ÖWM – www.weinausoesterreich.at)

Verkostung Weißwein – Weingut Gross – Junker 2008

Hersteller:

Weingut Gross – www.gross.at

Anbaugebiet: Österreich, Südsteiermark
Alkohol in Vol.: 11,5 %
Geschmack: trocken
Rebsorte(n): Junker (Cuvée)
Jahrgang: 2008
Füllmenge: 0,75 l
Verschluss: Drehverschluss
Preis: 6,20 Euro

Verkost-Zeitpunkt: November 2008

 

Verkost-Notiz:
Der diesjährige Junker vom Weingut Gross ist ein Cuvée aus Rivaner, Weissburgunder und Sauvignon Blanc.
Typische, grün-gelbe, jugendliche Farbe. Wunderbare, sehr duftige Fruchtaromen. Feines Prickeln auf der Zunge. Sehr trinkfreudig.

2007 – Das Weinjahr in Österreich

2007 begann mit einem Winter, der kein richtiger Winter war. Wenige Niederschläge und höhere Temperaturen, als man es sonst von einem Winter gewöhnt ist, wodurch die Weinreben sehr früh austrieben. Im Frühling war wieder alles typisch, d.h. die Niederschläge wechselten sich mit der Sonne ab, was jedoch zu einer sehr frühen Blüte führte, wie zum Beispiel im Hitzejahr 2003.

Der Juli war dann sehr heiß. Anfang August schlug dann das Wetter um und es wurde regnerisch und kühl. Auch Anfang September schüttete es tagelang vom Himmel. Der restliche Herbst war dann so lala, wobei es auch einige sehr schöne Tage im Oktober gab.

20080614 Südsteiermark 066

Es gab 2007 sehr regionale Unterschiede in Österreich. Burgenland war im Vorteil und konnte bereits einen Großteil der Ernte vor dem Regen in den Keller bringen, während die Lese in der Wachau bis in den November hinein dauerte.
Die Steiermark hatte nicht ganz so viel Regen und es herrschten teilweise sehr kühle Temperaturen, wodurch die Fäulnisgefahr um einiges reduziert war. Speziell in der Steiermark ist der Jahrgang 2007 qualitativ sehr hoch einzustufen.

Weinverkostungen
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