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Retz im Weinviertel – Wein- und Genussreise

Das Weinviertel ist ein weites Land mit sanften Hügeln. Rund die Hälfte aller Weingärten sind mit dem Grünen Veltliner bepflanzt. Und der will entdeckt werden!

Seit 2002 wird der sortenspezifische Weincharakter in der ersten kontrollierten Herkunftsbezeichnung zum Ausdruck gebracht. Districtus Austriae Controllatus – kurz DAC: das Kürzel für gebietstypische Qualitätsweine. Und so finden wir im Weinviertel den: Weinviertel DAC.

Der Weinviertel DAC ist ein gebietstypischer Grüner Veltliner. Es ist immer ein Grüner Veltliner und muss zu 100 %  aus dem Weinviertel stammen. Seine Farbe ist hell- bis grüngelb. Feinfruchtig, pfeffrig im Geschmack. Ausgebaut stehts trocken und der Alkoholgehalt muss zwischen 12 und 13 Vol. Prozent liegen. Bei der “Weinviertel DAC Reserve” muss der Alkoholgehalt bei mindestens 13 % liegen.

Und genau den Weinviertel DAC, weitere Weine und die schöne Landschaft wollten entdeckt werden. Also auf nach Retz!

Das Wahrzeichen von Retz steht etwas oberhalb der Stadt inmitten von Weingärten:

Die Retzer Windmühle.

Windmuehle Retz - Retzer Wahrzeichen

Neben der Retzer Windmühle findet man den Windmühlheurigen mit einem tollen Panoramablick über das Weinviertel und die Stadt Retz.

Wenn man in der Weinstadt Retz ist, so gibt es einen Keller, den muss man einfach besuchen.

Den Retzer Erlebniskeller.

Retz - Retzer Erlebniskeller

Der Retzer Erlebniskeller ist der größte Weinkeller Österreichs. Unter der Stadt Retz befindet sich ein riesiges, unterirdisches Labyrinth. Die Keller sind teils bis zu 20 Meter unter der Erde und teilweise dreigeschoßig angelegt. Die Kellergänge haben eine Gesamtlänge von rund 20 Kilometer. Einen kleinen Teil davon kann man besichtigen und mit einem Führer durchwandern. Auf jeden Fall ein tolles Erlebnis, wenn man sieht, dass die Keller einfach in Sand gegraben wurden. Bei der Führung wird alles toll erklärt und man bekommt viele Geschichten erzählt.

 

Retz - Retzer Erlebniskeller

 

Bei so einem Ausflug darf der Genuss nicht zu kurz kommen!

In der Nähe von Retz liegt die kleinste Weinstadt Österreichs: Schrattenthal. Dort finden wir das

Weingut Hindler.

Der Familienbetrieb bewirtschaftet rund 21 ha Weingärten. Schonende Bearbeitung der Rebstöcke und viele Arbeitsschritte per Hand. Die Basis für einen tollen Grünen Veltliner im Glas.

Weingut Hindler, Verkostungsraum

Folgende Weine kann ich nur wärmstens empfehlen, welche wir unter anderem bei einer informativen und genussvollen Verkostung mit Rosi Hindler probieren durften.

  • Grüner Veltliner Weinviertel DAC Classic 2016
  • Grüner Veltliner Weinviertel DAC Steinparz 2016
  • Riesling Kalvarienberg 2016
  • Chardonnay Classic 2016
  • Zweigelt Innere Bergen 2016
  • Zweigelt Reserve 2015
  • Hüttenberg Reserve 2015

Natürlich gab es auch eine ausführliche Kellerführung mit Karl Hindler im Anschluss.

Ein weiterer guter Tipp für eine Weinverkostung finden wir in Unterretzbach.

Weingut Sonnenhügel.

Bei Christoph und Sigi Schleinzer fühlten wir uns von Anfang an wohl. Der moderne Verkostungsraum lädt sofort ein zu bleiben. Beim Weingut Sonnenhügel gibt’s auch schöne Zimmer und so haben wir hier auch unser Lager aufgeschlagen.

Weingut Sonnenhügel, Unterretzbach bei Retz

Die folgenden Weine vom Weingut Sonnenhügel sollten im eigenen Weinkeller eine Chance bekommen:

  • Grüner Veltliner Weinviertel DAC 2016
  • Sauvignon & Muskat 2016
  • Zweigelt Klassik 2016
  • Baldur – Zweigelt Reserve 2015
  • Rot Privat – Zweigelt Grande Reserve 2015

Auch beim Weingut Sonnenhügel durften wir eine Kellerführung erleben. Von Christoph bekamen wir alle Schritte der Weinerzeugung im Detail erklärt und konnten die Weine live bei der Gärung beobachten.

Wird man in Unterretzbach hungrig und man hat Glück, dass der Heurige geöffnet hat und man bekommt einen Platz (also reservieren!), so sollte man unbedingt den Heurigen vom Weingut Sonnenhügel besuchen. Ein gemütliches Lokal und so richtig zum Genießen. Da bekommt man dann eine hervorragende Jause zu den Weinen. Und hinten nach noch einen Apfelkuchen (Geheimtipp!).

 

Eines ist klar. Ein Wochenende im Retzerland ist viel zu kurz. Da gibt es viele Sehenswürdigkeiten und Weingüter zu entdecken, sodass man es viel länger aushalten könnte….

 

AWC Vienna – Gala Nacht des Weines 2017

Die AWC Vienna, die International Wine Challange – ist die größte, offiziell anerkannte Weinbewertung der Welt.

Die Zahlen für die Wine Challange 2017 können sich sehen lassen:

  • 12625 Weine
  • 1802 Weinproduzenten
  • aus 40 Ländern

Wenn man die Jahre zurück blickt, so werden jedes Jahr mehr Weine zur Verkostung eingereicht.

Alle Weine wurden in einer ersten Verkostungsrunde an der Höheren Bundeslehranstalt und Bundesamt für Weinbau in Klosterneuburg anonym und blind verkostet. Bewertet wurde nach dem internationalen 100 Punkte Schema. Im September fand dann das mastertasting statt. Nun werden die Sieger prämiert. Die Awards und Trophies der awc vienna 2017 werden bei der Galanacht des Weines 2017 vergeben.

AWC Vienna 2017

 

Die AWC Vienna – Galanacht des Weines 2017 findet am Sonntag, 29. Oktober 2017 statt.

Bei der Galanacht des Weines 2017 wird auch die neue Version der AWC Whitebook App präsentiert. Mit dieser App hat man Zugriff auf die Bewertungsergebnisse der Weine inklusive Informationen über die Weingüter.

 

(Bild: eigenes Foto)

Deutsche Weinernte 2017 – klein aber fein

Früher als sonst, neigt sich die diesjährige Weinlese in Deutschland dem Ende zu. In vielen Betrieben war die Weinernte bereits Ende September vollends abgeschlossen. Insgesamt gesehen ist vom Jahrgang 2017 mit guten bis sehr guten Weinqualitäten, aber einer relativ kleinen Erntemenge zu rechnen.

Wie das Deutsche Weininstitut (DWI) mitteilt, lassen die letzten Ertrags­schätzungen eine bundesweite Weinmosternte von rund 7,5 Millionen Hektolitern erwarten. Dies entspräche einem Minus von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die deutschen Ernteergebnisse unterliegen allerdings regional großen Schwankungen. Je nachdem, wie stark die Weinberge von den Aprilfrösten geschädigt wurden. Die Fröste sind der Hauptgrund für die Mengeneinbußen. Darüber hinaus haben vereinzelte Hagelunwetter sowie notwendige Traubenselektionen in den Weinbergen die Erträge reduziert.

 

Deutschlands 69. Weinkönigin: Katharina Staab

Die 69. Deutsche Weinkönigin heißt Katharina Staab und kommt aus Oberhausen an der Nahe! Als Deutsche Weinprinzessinnen stehen ihr Charlotte Freiberger von der Hessischen Bergstraße und Laura Lahm aus Rheinhessen zur Seite.

Wahl der deutschen Weinkönigin

Glücklich und unter dem lautstarken Jubel der mitgereisten Fans nahm Katharina Staab die Krone und zahlreiche Glückwünsche entgegen. Wissensstark und engagiert präsentierte sich die 27-jährige Marketing-Managerin bereits im Vorentscheid, charmant und wortgewandt war ihr Auftreten im äußerst spannenden Finale. Damit überzeugte sie die Fachjury und gewann die Sympathien der rund 800 Zuschauer im Saalbau in Neustadt an der Weinstraße.

Als 69. Deutsche Weinkönigin ist sie nun im Auftrag des Deutschen Weininstituts (DWI) ein Jahr lang auf über 200 Terminen im In- und Ausland als Botschafterin für den deutschen Wein unterwegs.

 

Nach der Zwischenabstimmung der Jury ging es unter den drei noch verbliebenen Anwärterinnen „nur“ noch um die Frage, welche Weinkrone es werden wird.

Dazu galt es, aus einer Theaterszene zwischen Hagen und Gunther möglichst viele Weinbegriffe herauszufiltern. In der letzten Aufgabe hatte jede der drei Kandidatinnen zu einem persönlichen Foto eine einminütige Rede zu halten.
Katharina Staab beeindruckte hier durch Natürlichkeit und Lockerheit, aber auch mit Charme und Souveränität.

Die höchste deutsche Weinkrone geht damit nach vier Jahren wieder an die Nahe, dorthin hatte Nadine Poss sie 2013 zuletzt geholt.

Wahl der deutschen Weinkönigin

Charlotte Freiberger nahm die Prinzessinnenkrone „voller Stolz“ entgegen.
Glücklich schaut auch Laura Lahm aus Rheinhessen auf das vor ihr liegende Jahr als Deutsche Weinprinzessin.

 

(Bilder: Deutschen Weininstituts (DWI))

 

Weinfest Steinerkirchen 2017

Im typischen Ambiente eines Heurigen fand in Steinerkirchen a.d. Traun das Weinfest im Sunn’Leitn-Stadl statt. Hier sieht man die Ruhe vor dem Sturm. Ja, Sturm wurde auch schon ausgeschenkt.

Weinfest Steinerkirchen 2017

Es konnten Weine von den folgenden Winzern verkostet werden:

  • Weingut Keringer, Mönchhof
  • Weingut Pfneisl, Deutschkreutz
  • Weingut Strudler Josef, Podersdorf
  • Weingut Sommer, Donnerskirchen
  • Weingut Leth, Fels am Wagram
  • Weingut Netzl, Göttlesbrunn
  • Weinhof Waldschütz, Sachsendorf
  • Weinbau Oswald vulgo Trapl, St. Stefan ob Stainz
  • Weingut Peter Skoff, Gamlitz

Für die Biertrinker unter den Weinliebhabern gab es auch eine Seiterl-Bar. 🙂
Und natürlich gab es Käsespezialitäten und verschiedenste Brote und Aufstrichbrote.

Favorit unter allen verkosteten Weinen war der

Grüne Veltliner Klassik 2016 vom Weingut Leth, Fels am Wagram.

Klassisch, reife Äpfel, schöne Säure, anregend am Gaumen, leicht rauchig.

Wer noch will hat noch eine Chance. Der zweite Teil vom Weinfest in Steinerkirchen findet am Samstag, 9. September 2017 statt.

 

 

Jungwinzerinnen Kalender 2018

Liebe Weinliebhaber aufgepasst! Der neue Kalender für alle Weingenießer ist wieder verfügbar!

Der Jungwinzerinnenkalender 2018 !

Bereits in der 15. Auflage gibt es heuer den Jungwinzerinnen Kalender. Zwölf Weingüter – für jedes Monat eines – haben es in den neuen Kalender für 2018 geschafft. Wir finden diesmal sechs Weingüter aus Niederösterreich, drei aus dem Burgenland, zwei aus der Steiermark und ein Weingut aus Wien im neuen Jungwinzerinnenkalender 2018.

 

Jungwinzerinnenkalender 2018

 

Premiumsponsor für den neuen Kalender ist die Weinkellerei Lenz Moser, wobei Lenz Moser seit dem ersten Kalender an als Premiumsponsor fungiert.

Letztes Jahr war es Mausi Lugner. Heuer ist es Richard Lugner: der Kalender-Pate.

Die folgenden Winzermodels findet man im neuen Jungwinzerinnen Kalender 2018:

  • Veltlinerlandweinkönigin Sandra Wötzl f. Weingut Wötzl (Klein-Harras/NÖ)
  • Nicole Loimer f. Weingut Loimer (Lengenfeld/NÖ)
  • Sabiki f. Weingut Hess (Hohenruppersdorf/NÖ)
  • Natalie f. Weingut Hagenbüchl (Hohenwarth/NÖ)
  • Jasmin Hagn f. Weingut Hagn (Mailberg/NÖ)
  • Anna f. Weingut Stur (Hohenruppersdorf/NÖ)
  • Franziska Gmasz f. Weingut Gmasz (Oggau/Bgld.)
  • Julia f. Weingut Pillinger (Mönchhof/Bgld.)
  • Lea f. Weingut Tinhof (Leithaprodersdorf/Bgld.)
  • Katharina f.  Weingut Feuerwehr Wagner (Wien)
  • Tatjana f. Vulkanland Sektmanufaktur (Riegersburg/Stmk)
  • Julia Schellauf f. Weingut Schellauf (St. Marein/Stmk.)

Jungwinzerinnenkalender 2018

Wie viele bereits wissen, die Herausgeberin vom Jungwinzerinnen Kalender ist Dr. Ellen Ledermüller-Reiner. Der druckfrische Jungwinzerinnenkalender 2018 kann direkt bei Frau Dr. Ellen Ledermüller-Reiner unter der Mailadresse e.ledermueller@aon.at bestellt werden und kostet 28,- Euro pro Stück.

Der Jungwinzerinnenkalender ist ein begehrtes Sammlerstück. So sind die Kalender gerne rasch ausverkauft. Wenn man den Kalender 2018 haben will, so sollte man rasch handeln, bevor dieser vergriffen ist.
Idealerweise denkt man schon jetzt an Weihnachten und kauft einem Weinliebhaber ein nettes Weihnachtsgeschenk. Aber auch als Geburtstagsgeschenk eignet sich dieser Kalender hervorragend.

Jungwinzerinnenkalender 2018

Wer will, der kann sich zum Kalender auch ein passendes Covergirl T-Shirt – Modell 2018 – um 25,- Euro dazu bestellen.

 

Mädels aufgepasst!

Fesche Winzerinnen zwischen 17 und 27 Jahren können sich bereits jetzt schon für den Jungwinzerinnen Kalender 2019 unter der oben angeführten Mailadresse bei Frau Ledermüller-Reiner mit einem Ganzkörperfoto (normal bekleidet) bewerben.

 

(Bilder: Zur Verfügung gestellt von Fa. Kreativ Consulting, Fr. Dr. Ellen Ledermüller-Reiner)

Falstaff Weinguide 2017/18

Der neue Falstaff Weinguide 2017/18 steht nun bereits in seiner 20. Ausgabe zur Verfügung! Eine Jubiläumsausgabe.

Im umfangreichen Weinguide wurden 3735 Weine von insgesamt 515 Weingütern aus Österreich und davon 50 aus Südtirol bewertet. Über 880 Seiten umfasst der neue Falstaff Weinguide.

Falstaff Weinguide 2017/2018

In der neuen Ausgabe wurde das Layout angepasst. Letztes Jahr begann jeder Abschnitt auf einer neuen Seite. Also eine neue Seite, wenn das nächste Weingut beschrieben wurde. Dadurch gibt es in den alten Weinguides einige weiße Flecken. Dies hat sich nun geändert. Die Bewertungen sind nun fortlaufend. Ist etwas weniger übersichtlich, jedoch konnten doch viele Seiten eingespart werden. Trotzdem ist der Weinguide von der Seitenanzahl weiter angewachsen. Dies bedeutet, wir finden nun noch mehr Weingüter und Weinbewertungen im Falstaff-Weinguide.

Weiters findet man mehr Fotos im Guide, was wiederum auflockert. Auch die Anordnung der Weine wurde geändert. Bisher stand der punkthöchste Wein an erster Stelle. Nun ist die Anordnung eher wie in einer Weinkarte. An erster Stelle die Schaumweine, dann die trockenen Weißweine, dann Roséweine und Rotweine. Den Abschluss bilden die Süßweine.

Falstaff Weinguide 2017/2018

5-Sterne-Weingüter im Falstaff Weinguide 2017/18

Falstaff spricht dann von einem 5-Sterne-Weingut, wenn dieses immer außergewöhnliche Qualität erzeugt, was nur auf den allerbesten Terroirs des Landes möglich ist. Diese Betriebe zählen auch zu den Topbetrieben der Welt und genießen auch international entsprechende Anerkennung. Zwei Betriebe sind neu in dieser Auflistung: Weingut Rudi Pichler und Weingut Wieninger.

  • Weingut Bründlmayer, Langenlois
  • Weingut Gesellmann, Deutschkreutz
  • Weingut Gernot und Heike Heinrich, Gols
  • Weingut Franz Hirtzberger, Spitz an d. Donau
  • Weingut Knoll, Dürnstein
  • Weingut Kollwentz, Großhöflein
  • Weinlaubenhof Kracher, Illmitz
  • Wein-Gut Nigl, Senftengerg
  • Weingut F. X. Pichler, Dürnstein
  • Weingut Rudi Pichler, Wösendorf
  • Weingut Pöckl, Mönchhof
  • Weingut Prager, Weißenkirchen
  • Weingut Sattlerhof, Gamlitz
  • Weingut Tement, Berghausen
  • Weingut Wieninger, Wien

 

Der Falstaff Weinguide 2017/2018 kostet 16,90 Euro und ist zum Beispiel bei Amazon versandkostenfrei erhältlich.

Falstaff Weinguide 2017/2018

 

 

Weinjahrgang 2017 in Österreich

Der Österreichische Weinbauverband hat in einer Pressekonferenz den neuen Weinjahrgang 2017 betrachtet. Details lieferte der Weinbau-Präsident Johannes Schmuckenschlager.

Zahlreiche, zum Teil schwere Hagelunwetter, extreme Hitze und Trockenheit – das alles hat dem Weinjahrgang 2017 insgesamt nicht geschadet.

Der Weinbau hat den außerordentlich intensiven Hitzesommer gut überstanden und der heurige Jahrgang kann nun mit vollreifen Trauben punkten. Österreichs Winzerinnen und Winzer blicken einer mengenmäßig guten, im langjährigen Durchschnitt liegenden Ernte mit sehr reifen und gesunden Weintrauben entgegen. Nach dem schwierigen Weinjahr im Vorjahr, in dem die Weinbauern wegen des extremen Spätfrostes nicht mehr als zwei Millionen Hektoliter einbringen konnten, wird für 2017 eine Weinernte von 2,3 Millionen Hektoliter erwartet.

Ein witterungsmäßig für den Wein passendes Frühjahr brachte es mit sich, dass unsere Weinbauern optimistisch in die heurige Vegetationsphase starten konnten. Zwar gab es auch 2017 gebietsweise wieder Spätfrostschäden, diese fielen aber bei weitem nicht so umfangreich aus, wie im Vorjahr. Nach einer schönen Blüte gab es in einigen Regionen noch Niederschläge, ehe der Weinbau, wie auch andere Kulturen, in einen heißen und trockenen Sommer startete.
Trockenheit und lange Hitzeperioden weit jenseits der 30-Grad-Celsius-Marke brachten vor allem Weingärten auf seichtgründigen Böden und Junganlagen an ihre Belastungsgrenze. Bewässerungsanlagen, wo vorhanden, waren im Dauereinsatz und die Winzer setzten weinbautechnische Maßnahmen, um dem Trockenstress gegenzusteuern. So wurden in Junganlagen vielfach die Trauben abgeschnitten, um die Rebstöcke vital zu erhalten. Mitte August brachten einige Gewitterregen für viele Gebiete einigermaßen Entspannung.

Wenn es die Witterung bis zur Lese weiterhin so gut meint, steht uns mit dem Jahrgang 2017 ein sehr guter, vollreifer Weinjahrgang mit etwas höheren Alkoholgehalten und geringerer Säure als im Vorjahr ins Haus.

Mengenmäßig wird derzeit eine gute Durchschnittsernte erwartet. Zwar müssen als Wermutstropfen neben dem Spätfrostereignis im Frühjahr punktuell über ganz Österreich aufgetretene Hagelschläge genannt werden, doch beeinflussten diese Ereignisse die Ernteerwartungen nicht wesentlich.

Steiermark

Die Steiermark, die von der Trockenheit nicht so betroffen war, erwartet sowohl mengen- als auch qualitätsmäßig einen sehr guten Jahrgang. Die Steiermark hatte ja durch die massiven Frostschäden im Vorjahr eine besonders kleine Weinernte zu verzeichnen.

Burgenland

Das Burgenland geht von einer Normalernte aus, wobei heuer gerade beim Rotwein von hohen Qualitätserwartungen ausgegangen werden kann.

Niederösterreich und Wien

Niederösterreich und Wien erwarten eine mengenmäßig gute Normalernte.

 

Es gibt noch einen kleinen Unsicherheitsfaktor bei der Menge. Denn die Beeren bleiben aufgrund der Trockenheit etwas kleiner und daher warten wir gespannt auf die Mostausbeute. Nach Schätzungen der einzelnen Weinbaugebiete kann für heuer mengenmäßig von einer Durchschnittsernte in der Höhe von 2,3 Millionen Hektoliter ausgegangen werden. Diese Menge könnte durch günstige Niederschläge während der Reifephase noch etwas höher zu liegen kommen.